Der Apostel Petrus zeigt uns in seinem ersten Brief, dass die Geschichte der Arche Noah bei weitem nicht nur ein historischer Bericht ist. Vielmehr ist sie ein Bild auf die Taufe im Zeitalter des Neuen Bundes heute. Petrus schreibt:
Jesus Christus wurde für unsere Sünden gekreuzigt. Nach seinem Tod wurde er durch den Geist des HERRN lebendig gemacht und ist auferstanden. Weiter heißt es:
Durch den Geist des HERRN hat Jesus Christus den gefallenen Engelwesen zur Zeit Noahs das Gericht gepredigt. Zur Erinnerung: In den Tagen Noahs kamen Engelwesen auf die Erde, um sich unrechtmäßig mit menschlichen Frauen zu vermischen (vgl. Judas 6). Daraus entstanden die Riesen (hebräisch: Nephilim; siehe dazu dieses Video). Durch Noah, der zu jener Zeit die Arche baute, predigte Jesus Christus diesen Engelwesen das Gericht. Dann kam die Sintflut über die ganze Erde und nur acht Seelen wurden sicher durchs Wasser hindurchgebracht.
Die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen
Petrus bezieht sich nun auf die Zeit Noahs und schreibt weiter:
Die Sintflut und die Arche Noah sind also ein Bild auf die Taufe. Die Taufe ist nicht – wie die Juden damals meinten – eine äußerliche Waschung des Leibes. Vielmehr ist sie die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen. Zur Zeit von Pfingsten sehen wir zum Beispiel, wie Menschen Gott um ein gutes Gewissen baten. Bevor sie sich taufen ließen, sagte Petrus zu ihnen: „Tut Buße!“ (vgl. Apostelgeschichte 2:38). Sie taten Buße für ihre Sünden und wurden so durch das Blut Jesu im Gewissen rein gewaschen. Schon allein deshalb kann es keine Kindestaufe geben! Kleine Kinder haben noch kein Bewusstsein für Sünde und können Gott nicht um ein gutes Gewissen bitten. Daher ist die Kindestaufe ungültig. Die Taufe kann erst durchgeführt werden, wenn die bewusste Reinigung des Gewissens vorausgegangen ist.
Durch die Auferstehung Jesu Christi
Petrus spricht davon, dass die Taufe uns rettet durch die Auferstehung Jesu Christi. Wie kommt Petrus dazu, die Taufe mit der Auferstehung Jesu zu verknüpfen? Er las die Geschichte Noahs in der Heiligen Schrift. Dort heißt es:
Die Arche wurde hochgehoben und schwebte über der Erde. Was für eine wunderbare Beschreibung! Darin hat Petrus die Auferstehung Jesu Christi entdeckt. So wie die Wasser die Arche emporhoben, so hat Jesus Christus durch die Auferstehung den Tod überwunden. Wenn wir uns taufen lassen, werden wir also durch die Auferstehung Jesu gerettet. Wir geben den alten Menschen in den Tod und der neue Mensch in Christus steht auf. Genau das bestätigt auch der Apostel Paulus:
Durch die Taufe werden wir in den Tod Christi hineingetauft, denn wir gehen wie die Arche Noah durchs Wasser. Doch das ist nicht alles. Sobald wir im Taufwasser sind, werden wir durch die Auferstehung Jesu Christi wieder aus dem Wasser herausgeholt. So werden wir – genau wie Noah – vom Gericht Gottes gerettet, denn wir sind von nun an in Christus (in der wahren Arche). Jetzt können wir in der Neuheit des Lebens wandeln und sind ihm in der Auferstehung gleich. Wie wunderbar ist die Taufe! Zögere nicht, sondern lass dich in Christus hinein taufen!