1. Petrus 3

24

Der Wandel von Frauen und Männern im Eheleben

1Ebenso ihr Frauen, seid euren Männern untertan, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel (ihrer) Frauen gewonnen werden, 2wenn sie beobachten, wie ihr rein und in Furcht wandelt; 3euer Schmuck sei nicht äußerliches Flechten der Haare, Anlegen von Gold oder Anziehen von Kleidern, 4sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen (Schmuck) des sanften und stillen Geistes, der in Gottes Augen sehr kostbar ist. 5Denn so haben sich auch früher die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten, indem sie sich ihren Männern unterstellten, 6wie Sara dem Abraham gehorsam war und ihn Herr nannte; deren Kinder seid ihr geworden, indem ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet. 7Ihr Männer ebenso, wohnt gemäß der Erkenntnis mit (ihnen) zusammen und erweist (ihnen) Ehre als dem schwächeren, weiblichen Gefäß, als solchen, die auch Miterben sind der Gnade des Lebens, damit eure Gebete nicht gehindert werden.

Anweisungen für die Erfahrung Christi

8Und schließlich seid alle gleich gesinnt, mitleidend, (voll) brüderlicher Liebe, weichherzig, demütig; 9vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr eben dazu berufen seid, Segen zu erben. 10Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der halte seine Zunge vom Bösen zurück und seine Lippen davon, dass sie Trug reden; 11und er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes, er suche Frieden und jage ihm nach; 12denn die Augen des Herrn (achten) auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet, aber das Angesicht des Herrn ist gegen die, die Böses tun. 13Und wer wird euch Böses tun, wenn ihr Nacheiferer des Guten werdet?

Ein guter Wandel in Christus – die Taufe

14Doch selbst wenn ihr um Gerechtigkeit willen leidet, seid ihr gesegnet; und fürchtet ihr Drohen nicht, lasst euch auch nicht in Unruhe bringen, 15sondern heiligt Christus als den Herrn in euren Herzen und seid stets zu einer Verteidigung bereit vor jedem, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung in euch, aber mit Sanftmut und Furcht; 16und habt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus schmähen, in dem zuschanden werden, worin sie euch verleumden. 17Denn es ist besser, für gutes Tun zu leiden, wenn der Wille Gottes es will, als für übles Tun. 18Denn auch Christus litta ein (einziges) Malb wegen der Sündenc, der Gerechte für die Ungerechten, um uns zu Gott zu bringen, zwar getötet im Fleisch, aber lebendig gemacht im Geistd; 19durch diesen ist er auch in den Tagen Noahse hingegangen und hat (durch Noah)f den Geisterng gepredigt, 20die zu jener Zeith nicht gehorchten (und daher) im Gefängnisi (sind), als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs wartete, solange die Arche gebaut wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen, sicher durchs Wasser hindurchgebracht wurden. 21Das Gegenbild davon, die Taufe – (diese ist) nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen – rettet jetzt auch euch durch die Auferstehung Jesu Christi,j 22der zur Rechten Gottes ist, nachdem er in den Himmel gegangen ist, und Engel und Gewalten und Kräfte sind ihm unterworfen.

Footnotes

  • a3,18manche Handschriften lesen: starb
  • b3,18vgl. Hebr. 7:27; 9:27; 10:12
  • c3,18der griech. Ausdruck „wegen der Sünden“ entspricht genau dem Wort „Sündopfer“ in Hebr. 10:6, 8 (vgl. 3.Mose 4:33)
  • d3,18d.i. der Geist des HERRN (vgl. 1.Mose 6:3)
  • e3,19Der Ausdruck „in den Tagen Noahs“ steht im Urtext erst in Vers 20, wurde aber zum besseren Verständnis hierher verschoben.
  • f3,19Der Geist Christi predigt durch Menschen (vgl. Eph. 2:17; 1.Petr. 1:11-12) – in diesem Fall durch Noah, den Prediger der Gerechtigkeit (vgl. 2.Petr. 2:5).
  • g3,19Engelwesen, d.h. Söhne Gottes (vgl. Hi. 1:6; Hebr. 1:14)
  • h3,20o. einst (nämlich zur Zeit Noahs, vgl. 2.Petr. 2:4; Jud. 6)
  • i3,20Der Ausdruck „im Gefängnis“ steht im Urtext schon in Vers 19, wurde aber zum besseren Verständnis hierher verschoben.
  • j3,21vgl. Röm. 6:3-11