Galater 3

24

Den Heiligen Geist durch Glauben empfangen und nicht aus Werken (3:1 - 4:7)

1O ihr unverständigen Galater, denen doch Jesus Christus gekreuzigt vor Augen gemalt worden ist, wer hat euch behext? 2Nur das will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen aus den Werken des Gesetzes oder aus dem Hören des Glaubens? 3Seid ihr so unverständig? Angefangen habt ihr durch den Geist, wollt ihr nun durch das Fleisch vollendet werden? 4Habt ihr so vieles vergeblich erlitten? Wenn es wirklich vergeblich war!

Bestätigt durch den Glauben Abrahams

5Der euch nun den Geist darreicht und Machttaten unter euch vollbringt, (tut er es) aufgrund von Werken des Gesetzes oder durch das Hören des Glaubens? 6(Es ist so) wie (bei) Abraham: Er glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. 7Erkennt also: Die aus Glauben sind, diese sind Söhne Abrahams. 8Da aber die Schrift vorhersah, dass Gott die Nationen durch Glauben rechtfertigt, hat sie dem Abraham im Voraus das Evangelium gepredigt: In dir werden alle Nationen gesegnet werden. 9Daher werden, die aus Glauben sind, mit dem gläubigen Abraham gesegnet.

Losgekauft aus dem Fluch des Gesetzes durch Christus

10Denn alle, die aus den Werken des Gesetzes sind, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, es zu tun. 11Dass aber durch das Gesetz niemand gerechtfertigt wird vor Gott, ist offensichtlich, denn: Der Gerechte wird durch den Glauben leben. 12Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: Der siea tut, wird durch sie leben. 13Christus hat uns losgekauft aus dem Fluch des Gesetzes, indem er für uns ein Fluch wurde – denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt –, 14damit der Segen Abrahams unter die Nationen käme in Jesus Christus, damit wir durch Glauben die Verheißung des Geistes empfingen.

Christus, der Same Abrahams – Erbe der Verheißung

15Brüder, ich rede nach menschlicher Weise: Selbst den rechtskräftigen Bund eines Menschen erklärt niemand für nichtig oder fügt etwas hinzu. 16Nun sind aber die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Er sagt nicht: und deinen Samen, als von vielen, sondern als von einem: und deinem Samen, welcher Christus ist. 17Dies aber sage ich: Einen von Gott zuvor rechtskräftig gemachten Bund setzt das vierhundertdreißig Jahre später entstandene Gesetz nicht außer Kraft, so dass die Verheißung wirkungslos geworden wäre. 18Denn wenn das Erbe aus dem Gesetz kommt, dann kommt es nicht mehr aus der Verheißung. Gott aber hat es dem Abraham durch Verheißung geschenkt. 19Was soll nun das Gesetz? Wegen der Übertretungen wurde es hinzugefügt – bis der Same käme, dem die Verheißung galt –, angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. 20Der Mittler aber ist nicht Mittler eines Einzigen, Gott aber ist einer. 21Steht nun das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes? Das sei fern! Denn wäre ein Gesetz gegeben, das lebendig machen könnte, dann käme die Gerechtigkeit tatsächlich aus dem Gesetz. 22Aber die Schrift hat alle unter die Sünde eingeschlossen, damit die Verheißung durch den Glauben an Christus Jesus denen gegeben würde, die glauben. 23Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz in Gewahrsam gehalten, eingeschlossen auf den Glauben hin, der offenbart werden sollte. 24Und so ist das Gesetz unser Kinderbetreuer geworden auf Christus hin, damit wir durch Glauben gerechtfertigt würden. 25Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Kinderbetreuer.

Miterben der Verheißung durch Glaube und Taufe in Christus, den Samen, hinein

26Denn ihr seid alle Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus. 27Denn ihr alle, die ihr in Christus hineingetauft worden seid, habt Christus angezogen. 28Da kann es keinen Juden und Griechen geben, da kann es keinen Sklaven und Freien geben, da kann es nicht Mann und Frau geben, denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. 29Wenn ihr aber zu Christus gehört, dann seid ihr auch Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.

Footnotes

  • a3,12die Satzungen und Rechtsbestimmungen des HERRN (s. 3.Mose 18:5)