Johannes 17

1618

Das Gebet Jesu

1Dies redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche; 2wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe. 3Und dies ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. 4Ich habe dich verherrlicht auf der Erde und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte. 5Und jetzt verherrliche mich du, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. 6Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. 7Jetzt haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist; 8denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben; und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. 9Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn sie sind dein. 10Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. 11Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt; und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, so wie wir. 12Als ich bei ihnen war, habe ich sie bewahrt in deinem Namen, den du mir gegeben hast, und habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren gegangen außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde. 13Jetzt aber komme ich zu dir und ich rede dies in der Welt, damit sie meine Freude vollkommen in sich haben. 14Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, so wie ich nicht von der Welt bin. 15Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. 16Sie sind nicht von der Welt, so wie ich nicht von der Welt bin. 17Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist (die) Wahrheit. 18Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. 19Und ich heilige mich selbst um ihretwillen, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. 20Und ich bitte nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, 21dass sie alle eins seien, so wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. 22Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind, 23ich in ihnen und du in mir, damit sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast. 24Vater, ich will, dass da, wo ich bin, auch die bei mir sind, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich geliebt hast vor Grundlegung der Welt. 25Gerechter Vater – die Welt hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. 26Und ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.