Matthäus 10

911

Jesus beruft die zwölf Apostel und sendet sie aus

1Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen. 2Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: der erste Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; 3Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus; 4Simon, der Kananäer, und Judas, der Ischarioth, der ihn auch auslieferte. 5Diese Zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht nicht auf den Weg der Nationen und geht in (keine) Stadt der Samariter, 6sondern geht vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7Und wenn ihr hingeht, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe gekommen. 8Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr (auch) geben. 9Verschafft euch nicht Gold, auch nicht Silber oder Kupfer in eure Gürtel, 10keine Tasche für den Weg, auch nicht zwei Gewänder, keine Sandalen, keinen Stab. Denn der Arbeiter ist seiner Verpflegung wert. 11Und wo ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, da erkundigt euch genau, wer darin würdig ist; und bleibt dort, bis ihr fortzieht. 12Und wenn ihr in das Haus hineingeht, grüßt es; 13und ist das Haus würdig, so soll euer Friede darauf kommen; ist es aber nicht würdig, so soll euer Friede zu euch zurückkehren. 14Und wer euch nicht aufnimmt und eure Worte nicht hört, aus jenem Haus oder jener Stadt geht hinaus und schüttelt den Staub von euren Füßen. 15Wahrlich, ich sage euch: Es wird dem Land Sodoms und Gomorras erträglicher gehen am Tag des Gerichtes als jener Stadt.

Verfolgungen werden kommen

16Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe. Darum werdet klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. 17Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch an die Gerichte ausliefern, und in ihren Synagogen werden sie euch geißeln, 18und vor Statthalter und Könige werdet ihr um meinetwillen gebracht werden, ihnen und den Nationen zum Zeugnis. 19Wenn sie euch aber ausliefern, so sorgt euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt. Denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 20Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern es ist der Geist eures Vaters, der in euch redet. 21Und es wird ein Bruder den anderen zum Tod ausliefern und der Vater (sein) Kind, und Kinder werden gegen (ihre) Eltern aufstehen und sie töten lassen. 22Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber bis ans Ende ausharrt, der wird gerettet werden. 23Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet (mit) den Städten Israels gewiss nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen kommt. 24Ein Jünger ist nicht über seinem Lehrer noch ein Sklave über seinem Herrn. 25Es ist dem Jünger genug, dass er wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr. Wenn sie den Hausherrn Beelzebub genannt haben, wie viel mehr seine Hausgenossen!

Nicht Menschen fürchten, sondern Gott

26Darum fürchtet euch nicht vor ihnen. Denn es ist nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, was nicht erkannt werden wird. 27Was ich euch in der Finsternis sage, redet im Licht; und was ihr ins Ohr (geflüstert) hört, verkündet auf den Dächern. 28Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet jedoch vielmehr den, der sowohl den Leib als auch die Seele in der Gehennaa verderben kann. 29Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Cent? Und nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater. 30Aber sogar eure Haare auf dem Kopf sind alle gezählt. 31Darum fürchtet euch nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge. 32Jeden, der mich vor den Menschen bekennt, werde auch ich vor meinem Vater in den Himmeln bekennen. 33Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater in den Himmeln verleugnen.

Christus bringt das Schwert

34Meint nicht, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. 36Und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. 38Und wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. 39Wer sein Seelenleben findet, wird es verlieren; und wer sein Seelenleben verliert um meinetwillen, wird es finden.

Über den gerechten Lohn

40Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. 41Wer einen Propheten aufnimmt im Namen eines Propheten, wird eines Propheten Lohn empfangen. Und wer einen Gerechten aufnimmt im Namen eines Gerechten, wird eines Gerechten Lohn empfangen. 42Und wer einem dieser Geringen nur einen Becher kalten (Wassers) zu trinken gibt im Namen eines Jüngers, wahrlich, ich sage euch: Er wird seine Belohnung gewiss nicht verlieren.

Footnotes

  • a10,28vgl. Mt. 5:22