Philipper 2

13

Die Gesinnung Christi

1Gibt es nun irgendeine Ermutigung in Christus, irgendeinen Trost der Liebe, irgendeine Gemeinschaft des Geistes, irgendein herzliches Empfinden und Barmherzigkeit, 2so macht meine Freude völlig und denkt dasselbe: Habt dieselbe Liebe, seid verbunden in der Seele und denkt das Eine, 3tut nichts aus Selbstsucht oder für nichtige Ehre, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst, 4und es sehe nicht jeder auf das Seine, sondern jeder sehe auch auf das der anderen. 5Diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christus Jesus war: 6Obwohl er in Gottes Gestalt war, hielt er nicht daran fest, Gott gleich zu sein, 7sondern machte sich selbst zu nichtsa, nahm die Gestalt eines Sklaven an und wurde den Menschen gleich, 8und, in der Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuz. 9Darum hat ihn auch Gott hoch erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über jeden Namen ist, 10dass sich in dem Namen Jesu alle Knie beugen sollen, derer, die in den Himmeln und auf der Erde und unter der Erde sind, 11und alle Zungen offen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters.

Die eigene Errettung bewirken in Zusammenarbeit mit Gott

12Daher, meine Lieben, wie ihr ja allezeit gehorsam gewesen seid, bewirkt eure eigene Errettung mit Furcht und Zittern bis zur Vollendungb, nicht nur wie in meiner Anwesenheit, sondern nun viel mehr in meiner Abwesenheit, 13denn Gott ist es, der in euch beides wirkt, das Wollen und das Wirken, für sein Wohlgefallen. 14Tut alles ohne Murren und ohne Einwände, 15damit ihr ohne Tadel und lauterc werdet, Kinder Gottes, makellos mitten unter einer verdorbenen und verkehrten Generation, unter der ihr scheint als Lichter in der Welt, 16indem ihr das Wort des Lebens darstellt, mir zum Ruhm auf den Tag Christi, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin und mich nicht vergeblich abgemüht habe.

Paulus als Trankopfer

17Aber wenn ich auch als Trankopfer über dem Opfer und Priesterdienst eures Glaubens ausgegossen werde, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. 18Und ebenso sollt auch ihr euch freuen und sollt euch mit mir freuen.

Timotheus und Epaphroditus – treue Mitarbeiter des Paulus

19Ich hoffe aber in dem Herrn Jesus, euch bald Timotheus zu senden, damit auch ich ermutigt bin, wenn ich erfahren habe, wie es um euch steht. 20Denn ich habe sonst keinen gleicher Seele, der so recht für das Eure sorgen wird, 21denn alle suchen das Ihre, nicht das, was Christi Jesu ist. 22Ihr aber wisst, wie er sich bewährt hat, dass er, wie ein Kind mit seinem Vater, mit mir am Evangelium gedient hat. 23Diesen also hoffe ich gleich zu senden, sobald ich sehe, wie es um mich steht. 24Ich vertraue aber im Herrn, dass auch ich selbst bald kommen werde. 25Doch hielt ich es für notwendig, Epaphroditus zu euch zu senden, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitkämpfer, aber euren Apostel und priesterlichen Diener für meinen Bedarf, 26da er nach euch allen Verlangen hatte und sehr in Unruhe war, weil ihr von seiner Krankheit gehört hattet. 27Denn er war auch krank, dem Tod sehr nahe, aber Gott hat sich über ihn erbarmt, und nicht allein über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht Traurigkeit über Traurigkeit hätte. 28Nun habe ich ihn umso eiliger gesandt, damit ihr ihn seht und euch wieder freut und ich weniger bekümmert bin. 29Nehmt ihn also auf im Herrn mit aller Freude und haltet solche Leute in Ehren, 30denn um des Werkes Christi willen ist er dem Tod nahe gekommen, da er sein Leben daransetzte, das auszufüllen, was euch im Dienst an mir mangelte.

Footnotes

  • a2,7o. entleerte sich selbst
  • b2,12vgl. Phil. 3:12; 2.Petr. 1:5-11 (siehe auch Vincent Word Study)
  • c2,15wörtl. unvermischt