Römer 1

2

Paulus, der Apostel für die Nationen

1Paulus, ein Sklave Christi Jesu, ein berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, 2das er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in den heiligen Schriften, 3von seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, der nach dem Fleisch aus dem Samen Davids gekommen ist 4(und) nach dem Geist der Heiligkeit als Sohn Gottes in Kraft bezeichnet worden ist durch die Auferstehung von den Toten. 5Durch ihn haben wir Gnade empfangen und den Aposteldienst, den Gehorsam des Glaubens (aufzurichten) um seines Namens willen unter allen Nationen, 6unter denen auch ihr Berufene Jesu Christi seid – 7allen Geliebten Gottes (und) berufenen Heiligen, die in Rom sind: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Der Wunsch des Apostels, die Gemeinde in Rom zu besuchen

8Zum Ersten danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle, dass euer Glaube in der ganzen Welt verkündet wird. 9Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich priesterlich diene in meinem Geist am Evangelium seines Sohnes, wie unablässig ich in meinen Gebeten stets euer gedenke 10und bitte, ob es mir nun endlich irgendwie im Willen Gottes gelingen mag, zu euch zu kommen. 11Denn mich verlangt, euch zu sehen, damit ich euch etwas von geistlicher Gabe mitteile, um euch zu befestigen, 12das heißt, um bei euch mitermutigt zu werden durch den beiderseitigen Glauben, euren wie auch meinen. 13Ich will euch aber nicht unwissend (darüber) lassen, Brüder, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen – wurde aber bis jetzt verhindert –, damit ich auch unter euch etwas Frucht hätte, wie unter den übrigen Nationen. 14Ich bin ein Schuldner der Griechen wie der Nichtgriechen, der Weisen wie der Nichtweisen. 15Daher bin ich – soviel an mir liegt – bereit, auch euch in Rom das Evangelium zu verkündigen.

Das Evangelium ist Gottes Kraft zur Errettung

16Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, für den Juden zuerst und auch für den Griechen. 17Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.

Gottes Zorn über die Ungerechtigkeit der Menschen

18Denn Gottes Zorn wird offenbart vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit niederhalten; 19denn das, was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen sichtbar, weil Gott es ihnen sichtbar gemacht hat. 20Denn sein unsichtbares (Wesen), das seit der Schöpfung der Welt wahrgenommen wird an (seinen) Werken, seine ewige Kraft und Göttlichkeit, ist klar zu sehen, so dass sie keine Entschuldigung haben; 21denn sie kannten Gott und haben ihn nicht als Gott verherrlicht noch ihm gedankt, sondern sind in ihren Gedanken auf Nichtigkeit verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. 22Indem sie sich als weise hinstellten, sind sie zu Narren geworden 23und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit der Gestalt eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren. 24Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihres Herzens zu Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu entehren, 25sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauscht und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben anstelle des Schöpfers, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen. 26Deshalb hat Gott sie dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn selbst ihre Frauen haben den natürlichen Umgang mit dem widernatürlichen vertauscht, 27und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Umgang mit der Frau verlassen und sind in ihrer Gier aneinander entbrannt, haben Männer mit Männern Schande getrieben und an sich selbst den gebührenden Lohn ihrer Verirrung empfangen. 28Und so, wie sie es verworfen haben, Gott in der genauen Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in verworfenen Sinn, zu tun, was unsittlich ist: 29Sie sind gefüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voller Neid, Mord, Streit, Betrug, Tücke; 30Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern ungehorsam, 31unverständig, ungläubig, lieblos, unbarmherzig; 32obwohl sie Gottes gerechtes Urteil sehr wohl kennen, dass, die solche Dinge treiben, des Todes würdig sind, tun sie diese nicht nur, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie treiben.