Römer 4

35

Abraham wurde durch Glauben gerechtfertigt

1Was sollen wir denn sagen, dass Abraham, unser Vater nach dem Fleisch, erlangt hat? 2Denn wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt wurde, so hat er (wohl) Ruhm, aber nicht vor Gott. 3Denn was sagt die Schrift? – Und Abraham hat Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. 4Dem nun, der Werke verrichtet, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. 5Wer jedoch keine Werke verrichtet, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet. 6Wie auch David die Seligpreisung des Menschen ausspricht, dem Gott (die) Gerechtigkeit ohne Werke zurechnet: 7Selig sind die, deren Gesetzlosigkeiten vergeben und deren Sünden bedeckt sind. 8Selig der Mann, dem der Herr die Sünde gewiss nicht zurechnet. 9Diese Seligpreisung nun, gilt sie (nur) der Beschneidung oder auch der Nichtbeschneidung? Wir sagen ja: Dem Abraham wurde der Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet. 10Wie wurde er ihm denn zugerechnet? Als er in der Beschneidung oder als er in der Nichtbeschneidung war? Nicht in der Beschneidung, sondern in der Nichtbeschneidung. 11Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den (er) in der Nichtbeschneidung (hatte), damit er Vater all derer sein sollte, die in der Nichtbeschneidung glauben, damit ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet würde, 12und Vater der Beschneidung – derer, die nicht nur aus der Beschneidung sind, sondern die auch in den Fußstapfen des Glaubens wandeln, (den) unser Vater Abraham in der Nichtbeschneidung (hatte).

Die Erfüllung der Verheißung durch Glauben

13Denn nicht durch das Gesetz wurde Abraham oder seinem Samen die Verheißung (zuteil), dass er der Erbe der Welt sein sollte, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. 14Wenn nämlich die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube nichtig geworden und die Verheißung aufgehoben. 15Denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz ist, da gibt es auch keine Übertretung. 16Deshalb ist es aus Glauben, damit es nach Gnade (geht), so dass die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher ist, nicht allein der (Nachkommenschaft) aus dem Gesetz, sondern auch der aus dem Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist – 17wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Nationen bestimmt –, vor dem Gott, dem er geglaubt hat, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, als Seiendes ruft. 18Er hat jenseits (aller) Hoffnung auf Hoffnung geglaubt, um ein Vater vieler Nationen zu werden nach dem, was gesagt ist: So soll deine Nachkommenschaft sein. 19Und ohne im Glauben schwach zu werden, dachte er an seinen eigenen Leib, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und an den erstorbenen Leib der Sara; 20er zweifelte nicht aus Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt durch Glauben, gab Gott die Herrlichkeit 21und war völlig überzeugt, dass er auch zu tun vermag, was er verheißen hat. 22Darum wurde es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet. 23Das ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, dass es ihm zugerechnet wurde, 24sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten auferweckt hat, 25der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt wurde.