Article · October 20, 2025
Die Arche Noahs: Gebaut mit Goferholz

Zur Zeit Noahs waren die Menschen schon durch und durch verdorben. Das Wort Gottes sagt:
Und Gott sah die Erde an, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf der Erde (1.Mose 6:12).
In unserer Zeit ist es nicht anders. Wohin man auch schaut: Das Verderben ist überall verbreitet - nicht nur unter Ungläubigen, sondern auch in der Religion.
Eine Arche aus Goferholz
Was war die Reaktion Gottes zur Zeit von Noah? Gott sprach zu Noah:
Mache dir eine Arche aus Goferholz ... (1.Mose 6:14).
Noah sollte eine Arche bauen. Doch Noah durfte die Arche nicht nach seinen menschlichen Vorstellungen herstellen. Gott selbst gab ihm den Bauplan. Und in diesem Bauplan betraf die erste Anweisung das Material der Arche. Sie musste aus Goferholz gebaut werden. Kein anderes Holz war erlaubt. Hätte Noah eine andere Holzart verwendet, so gäbe es keine Garantie, dass die Arche schwimmen würde.
Doch was ist Goferholz? Bis heute weiß niemand, um was für ein Holz es sich hier handelt. Es ist eine unbekannte Holzart. Was hat das für uns zu bedeuten?
Die Menschlichkeit Jesu
Holz steht in der Bibel für die Menschlichkeit, die menschliche Natur. Doch wofür steht Goferholz - eine Holzart, die auf der Erde unbekannt ist? Was für eine menschliche Natur ist unbekannt auf der Erde? Oben haben wir gesehen, dass alles Fleisch auf der Erde verdorben ist. Für den Bau der Arche braucht es eine Menschlichkeit, die nicht verdorben ist. Woher kommt diese Menschlichkeit, wenn sie auf der Erde nicht bekannt ist? Paulus gibt uns die Antwort:
Der erste Mensch ist aus der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist aus dem Himmel (1.Korinther 15:47).
Der erste Mensch ist Adam. Alle, die von diesem ersten Menschen abstammen, sind verdorben. Aber unser Gott sei gelobt: Es gibt einen zweiten Menschen. Dieser zweite Mensch stammt nicht von Adam. Es ist ein ganz neuer Mensch. Es ist Jesus Christus. Jesus ist kein Nachkomme von Adam, denn er kommt aus dem Himmel. Sein menschliches Wesen ist vollkommen unverdorben. Keine Sünde, kein Verderben und kein Tod kam in ihn hinein. Welch ein Mensch! Seine Menschlichkeit ist "wasserdicht" - kein Holzwurm kann sie verderben. Sie ist das perfekte Material - ja, das einzige Material, das für die heutige Arche taugt.
Wir Christen wollen heute Gemeinde bauen - eine Gemeinde, die beim kommenden Gericht bestehen bleibt. Doch womit bauen wir die Gemeinde? Bauen wir nach unseren gefallenen menschlichen Vorstellungen oder nach Gottes Bauplan? Gottes Bauplan zeigt uns klar und deutlich: Wir dürfen nur die Menschlichkeit Jesu verwenden, um die Gemeinde (die Arche) zu bauen. Sobald wir unsere gefallene Menschlichkeit dafür einsetzen, ist die Gemeinde nicht mehr "wasserdicht" und jeglicher Holzwurm findet einen Eingang.
Den neuen Menschen anziehen
Paulus ermahnt uns Christen, dass wir den alten Menschen ablegen und den neuen Menschen, Christus, anziehen müssen:
... dass ihr den alten Menschen mit dem früheren Lebenswandel abgelegt habt, der sich durch die Lüste des Betrugs verdirbt, dass ihr aber im Geist eures Denksinns erneuert werdet und den neuen Menschen angezogen habt, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit (Epheser 4:22-24).
Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ganz ausgezogen und den neuen Menschen angezogen habt, der mit zunehmender Erkenntnis erneuert wird nach dem Ebenbild dessen, der ihn erschaffen hat, wo weder Grieche noch Jude sein kann, weder Beschneidung noch Unbeschnittensein, noch Barbar, Skythe, Sklave, Freier – sondern Christus ist alles und in allen (Kolosser 3:9-11).
Nur wenn wir täglich üben, den alten Menschen auszuziehen und den neuen Menschen anzuziehen, wird die heutige Arche gebaut. Denn nur so sammeln wir das geeignete Baumaterial. Es muss Goferholz sein, das heißt, es muss Christus selbst sein. Kein Wunder sagt Paulus, dass Christus alles und in allen ist. Bringe nichts vom alten Menschen, von Adam, in die Gemeinde, sonst wird sie letztendlich beim kommenden Gericht nicht bestehen. Lasst uns darauf achten, in unserem täglichen Leben Christus zu leben und seine vollkommene, unverdorbene Menschlichkeit zu gewinnen.