Article · November 8, 2026 · Teil 2 (Quezon City)

Er wan­delt mit­ten unter uns

Teil 2 einer Reihe von Mit­tei­lun­gen über Of­fen­ba­rung, die an der Kon­fe­renz in Que­zon City, Phil­ip­pi­nen, im Ok­to­ber/No­vem­ber 2026, ge­ge­ben wur­den.

Er wandelt mitten unter uns

Der Herr inmitten der Leuchter: König der Gerechtigkeit und des Friedens

Für die Welt ist der Herr, wie gestern gesagt, der Herrscher über die Könige der Erde. Das ist alles für die Welt. Für uns aber ist er der König der Gerechtigkeit, der König des Friedens, der große Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks. Von heute an müssen wir aufwachen und sagen: Herr, ich will dich kennen. Wo ist er zu finden? Er wandelt mitten unter den goldenen Leuchtern, mitten in der Gemeinde. Wir sehen ihn nur nicht, wir haben keine Wirklichkeit davon. Offenbarung 1 sagt: Er wandelt inmitten der Leuchter. Was für Lichter sind unsere Gemeinden? Goldene, leuchtende? Wo das so ist, ist der Hohepriester gegenwärtig. Und der Herr liebt die Gemeinde. Darum sprach er so zu den sieben Gemeinden und gab ihnen die Chance zur Buße. Aber die Mehrheit wollte nicht. Sie dachten: Ich bin gerettet, getauft, habe das Evangelium gepredigt, ich bin Christ.

Frag einen Christen: Bist du gerettet? Er sagt: Ja, ich glaube an den Herrn, die Rettung ist frei und ganz aus Gnade. Aber der Hebräerbrief sagt, der Herr kann uns bis zum Äußersten retten, das heißt bis zum Thron, bis zur Ausübung des Priestertums: dienen und lernen, dienen und lernen. Wir haben keine äußeren Regeln oder Traditionen. Meinst du, das Lamm steht für dich da wie eine Statue, dem du folgst? Wir folgen keinem Regelwerk. Er ist immer anders. Wenn ich dich nach vielen Jahren auf der Straße sähe, würde ich dich nicht erkennen, weil du anders bist. Im Einkaufszentrum hat mich jemand erkannt, ich ihn aber nicht. Er war vor 15 oder 17 Jahren noch ein Junge. So ist es auch mit dem Herrn in Offenbarung 1: Johannes erkannte ihn nicht und erschrak. Er hatte Jesus nie so gekannt.

Der Uralte mit den Augen wie Feuer

Sein Haar war weiß wie Wolle: Er ist der Uralte, niemand ist weiser als er. Hast du Fragen, frag nicht den Papst, frag ihn. Seine Augen sind wie Feuerflammen, und aus seinem Mund geht ein scharfes, zweischneidiges Schwert. Jeder liest gern das Wort Gottes, aber das Wort aus seinem Mund schneidet durch dein Herz und deckt alles auf. Sein Angesicht leuchtet wie die Sonne. Wer in die Sonne schaut, wird blind. Dazu trägt er als Hohepriester den goldenen Gürtel auf der Brust. Das ist seine göttliche Liebe zu den Gemeinden, darum wandelt er unter ihnen. Wie ist das in deiner Gemeinde? Wenn wir ihn kennen, gibt es keine Probleme in der Gemeinde. Kennen wir ihn nicht, haben wir sie.

Gerechtigkeit und Friede lassen sich schwer verbinden. Bist du im Recht, ist der andere im Unrecht, und du ziehst das Schwert aus deinem Mund und schneidest ihn ab. Willst du Frieden, darfst du nicht zu gerecht sein: Vergiss es, lass alles zu. Aber was ist das für ein Friede ohne Gerechtigkeit? Es gibt nur Verwirrung. Und wer so gerecht sein will, vor dem laufen alle weg. Unser Herr aber ist so gerecht und bringt doch Frieden. Denk an die Ehebrecherin in Johannes 8. Alle wollten sie steinigen und stellten ihm eine Falle: Sagt er „steinigt sie“, fehlt ihm die Liebe, sagt er „nicht“, fehlt ihm die Gerechtigkeit. Wie weise er ist! Er sagte: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Einer nach dem andern ging weg, vom Ältesten bis zum Jüngsten. Dann sagte er: Auch ich verurteile dich nicht, geh hin und sündige nicht mehr. Weise, voller Liebe und Friede und doch gerecht. Wir sind anders: Falsch, du bist draußen.

Der ewige Hohepriester und die Opfer aus Liebe

Hebräer 7 sagt uns, der Herr als der Hohepriester ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Anfang der Tage und ohne Ende, er ist ewig. Er kann bis zum Äußersten retten, wenn wir durch ihn zu Gott kommen. Wie wollen wir das Priestertum ausüben, ohne ihn zu kennen? Was für Priester wären wir ohne den großen Hohenpriester, der uns anleitet? Gottes Wunsch ist ein Königreich von Priestern, und mit ihm ist das nicht schwer. Die sieben Feste der Bibel hat Gott durch Christus für unseren Genuss und unsere Erfahrung bereitet. Die geistlichen Opfer sind unsere beste Erfahrung von Christus, die wir Gott zu seiner Freude zurückbringen. Etwas kommt von oben zu uns, etwas geht von uns hinauf. Wer den Herrn und den Vater liebt, bereitet das Beste für ihn zu. Es ist wie wenn dein Sohn oder deine Tochter dir etwas schenkt. Du freust dich, denn es kommt aus der Liebe. Genauso bringen wir auch unserem geliebten Gott-Vater die geistlichen Opfer dar.

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