Artikel · 23. Mai 2025
Das neue Jerusalem - aus dem Himmel von Gott

Das Neue Jerusalem kommt nach dem 1000-jährigen Reich aus dem Himmel von Gott herab auf die Erde. Es heißt:
Und ich sah die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen ... (Offenbarung 21:2)
Das allein zeigt uns in aller Deutlichkeit, dass die Quelle dieser Stadt Gott selbst ist. Alles, was zum Neuen Jerusalem gehört, ist nicht irdisch, sondern himmlisch. Es muss direkt von Gott kommen, sonst ist es nicht seine Stadt. Dieses Muster gilt ganz besonders heute für die Gemeinde. Wir sagen, wir bauen Gemeinde. Doch was ist die Quelle dieses Baus? Kommt alles aus dem Himmel von Gott? Woher holen wir das Material für die Gemeinde? Wenn es irdisch ist, bauen wir bestimmt nicht seine Gemeinde, sondern etwas anderes.
Die Quelle ist wichtig
Wenn wir zum Beispiel Lebensmittel einkaufen gehen, achten wir darauf, woher sie kommen und was die Quelle ist. Wir möchten schließlich gesund bleiben. Genauso ist es auch im geistlichen Bereich. Alles, was mit dem Bau der Gemeinde, der heiligen Stadt Jerusalem, zu tun hat, muss aus der richtigen Quelle kommen. Diese Frage müssen sich alle Gläubigen stellen. Zapfen wir aber für den Bau der Gemeinde die falsche Quelle an, so mag das Ergebnis zwar gut aussehen, aber es bringt nur Schaden. Vielleicht möchte jemand eine gute Idee, eine Predigt oder einen gewissen Gedanken in die Gemeinde einbringen. Selbst wenn es schriftgemäß oder biblisch zu sein scheint, müssen wir zuerst herausfinden, was die Quelle ist. Kommt es von oben (aus dem Himmel von Gott), lasst es uns annehmen. Wenn aber nicht, spielt es keine Rolle, woher es kommt. Es taugt nicht für den Aufbau der himmlischen Stadt.
Nicht nur schriftgemäß
Wir fragen uns immer nur: "Ist es biblisch?" oder "Ist es schriftgemäß?", und wenn das zutrifft, dann scheint es in Ordnung zu sein. Es gibt viele Angebote, die "schriftgemäß" sind, aber die Frage ist: Kommt es aus dem Himmel von Gott? Wir brauchen Unterscheidungsvermögen. Kommt die Sache von meinem eigenen Verständnis, meiner Veranlagung, meinem Hintergrund - oder woher kommt es?
Als der Herr Jesus auf der Erde lebte, gab es für ihn nur eine einzige Quelle. Das bedeutet nicht, dass es nur eine Quelle gab. Nein, es gab viele Quellen. Aber für Jesus gab es nur eine Quelle: Aus dem Himmel von Gott. Paulus sagte zum Beispiel: "Propheten aber lasst reden, zwei oder drei, und die anderen lasst es prüfen" (1.Korinther 14:29). Es geht nicht nur darum, ob die Propheten eine schriftgemäße Botschaft geben. Ihr müsst die Quelle prüfen: Kommt das Gesagte aus dem Himmel von Gott?
Gott, die wahre Quelle, nicht verlassen
Auf andere Quellen kannst du dich nicht verlassen. Sie sind sogar gefährlich. Wenn du zum Beispiel Gift essen würdest, musst du nicht eine hohe Dosis zu dir nehmen. Es reicht ein bisschen, um dich umzubringen. Jeremia sagt:
Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten! (Jeremia 2:13)
Lasst uns niemals Gott selbst als unsere Quelle verlassen! Unsere Quelle ist Gott selbst, kein Mensch. Auch kein fähiger Redner, sondern nur Gott selbst. Wenn wir das beachten, bleiben wir geistlich gesund. Wenn nicht, wird selbst ein bisschen ausreichen, um die ganze Gemeinde zu verderben, denn "ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig" (1.Korinther 5:6). Sauerteig wächst bis der ganze Teig durchsäuert ist. In dieser Hinsicht ist Gebet füreinander ein wichtiger Faktor, denn es geht nicht um bloßes Wissen. Wenn wir füreinander beten, haben wir die Kraft und den Zustrom, nur das anzunehmen, was aus dem Himmel von Gott herabkommt.