2. Petrus 2

13

Gottes Gericht über die Irrlehrer – ihre Verdorbenheit

1Aber es standen auch falsche Propheten unter dem Volk auf, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die insgeheim zerstörende Irrlehren einführen und sogar den Gebieter verleugnen, der sie erkauft hat, und ein schnelles Verderben über sich bringen. 2Und viele werden ihrer Zügellosigkeit nachfolgen, um derentwillen der Weg der Wahrheit verlästert werden wird; 3und aus Habsucht werden sie mit erdichteten Worten Handelsware aus euch machen; ihr Gericht ist von alters her nicht untätig gewesen, und ihr Verderben schlummert nicht. 4Denn wenn Gott die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern in den tiefsten Abgrunda hinabgestoßen und Fesseln der Finsternis übergeben hat, dass sie zum Gericht aufbewahrt werden, 5und wenn er die alte Welt nicht verschont, sondern nur Noah bewahrt hat, als achten (neben sieben anderen), einen Verkündiger der Gerechtigkeit, als er eine Flut über die Welt der Gottlosen brachte, 6und (wenn) er die Städte Sodom und Gomorra zu Asche gemacht und zur Zerstörung verurteilt und denen ein Beispiel gesetzt hat, die gottlos leben wollen, 7und den gerechten Lot gerettet hat, welcher durch den ausschweifenden Wandel der Gesetzlosen bedrückt wurde – 8denn jener Gerechte, der unter ihnen wohnte, quälte Tag für Tag im Sehen und Hören seine gerechte Seele durch ihre gesetzlosen Werke –, 9so weiß der Herr die, welche göttlich wandeln, aus der Versuchung zu erretten und die Ungerechten unter Strafe aufzubewahren für den Tag des Gerichts, 10aber besonders die, welche dem Fleisch in unreiner Lust nachgehen und die Herrschaft verachten. Frech und eigensinnig, zittern sie nicht davor, Majestäten zu lästern, 11wo doch die Engel, die an Stärke und Macht größer sind, kein lästerndes Urteil gegen sie vor den Herrn bringen. 12Diese aber, wie unvernünftige Tiere, die von Natur aus dazu geboren sind, gefangen und vernichtet zu werden, lästern das, was sie nicht kennen, und werden auch in ihrer Verdorbenheit verderben; 13sie leiden Unrecht als Lohn für ihre Ungerechtigkeit, sie halten Schwelgen am hellichten Tag für ein Vergnügen, sie sind Schmutz- und Schandflecken und schwelgen in ihren Betrügereien, wenn sie mit euch Festmahl halten; 14sie haben Augen voll Ehebruch und lassen nicht ab von der Sünde, locken ungefestigte Seelen an, haben ein Herz, das in Habsucht geübt ist, und sind Kinder des Fluchs, 15haben den geraden Weg verlassen und sind in die Irre gegangen und folgen dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte, 16aber eine Zurechtweisung für seine eigene Übertretung empfing – ein stummes Lasttier, das mit Menschenstimme redete, wehrte dem Wahnsinn des Propheten. 17Diese sind Quellen ohne Wasser und Nebel, vom Sturm umhergetrieben, für die das Dunkel der Finsternis aufbewahrt ist. 18Denn sie reden geschwollene Worte der Nichtigkeit und locken damit durch fleischliche Begierden in Zügellosigkeit jene an, die kaum denen entflohen sind, die im Irrtum wandeln; 19sie versprechen ihnen Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind; denn von wem jemand überwältigt ist, von dem ist er versklavt. 20Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder in dieselben verwickelt und überwältigt werden, dann ist für sie der letzte Zustand schlimmer geworden als der erste. 21Denn es wäre ihnen besser, sie hätten den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt, als dass sie ihn erkennen und sich doch von dem heiligen Gebot abwenden, das ihnen übergeben ist. 22Es ist ihnen nach dem wahren Sprichwort ergangen: Der Hund ist zu seinem eigenen Gespei zurückgekehrt und die gewaschene Sau zum Wälzen im Schlamm.

Fußnoten

  • a2,4wörtl. Tartarus (griech. für Unterwelt/Hölle)