Galater 2

13

Das Evangelium des Paulus

1Dann, vierzehn Jahre später, reiste ich mit Barnabas wieder nach Jerusalem hinauf und nahm auch Titus mit. 2Ich ging aber gemäß einer Offenbarung hinauf und legte ihnen das Evangelium vor, das ich unter den Nationen predige, den Angesehenen aber gesondert, damit ich nicht etwa vergeblich liefe oder gelaufen wäre. 3Aber nicht einmal Titus, der bei mir war, wurde gezwungen, sich beschneiden zu lassen, obwohl er ein Grieche ist. 4Was aber die heimlich eingedrungenen falschen Brüder betrifft, die sich eingeschlichen hatten, um unsere Freiheit, die wir in Christus Jesus haben, auszukundschaften, damit sie uns in Sklaverei brächten, 5denen gaben wir auch nicht eine Stunde in Unterwerfung nach, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestehen bliebe.

Bestätigt durch die Apostel in Jerusalem

6Von denen aber, die das Ansehen hatten – was immer sie früher waren, ist mir gleichgültig: Gott nimmt die Person eines Menschen nicht an –, die Angesehenen legten mir nämlich nichts weiter auf, 7sondern im Gegenteil, als sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut war, ebenso wie dem Petrus das für die Beschnittenen – 8denn der in Petrus gewirkt hat für den Aposteldienst der Beschneidung, der hat auch in mir gewirkt für die Nationen –, 9und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas die rechte Hand der Gemeinschaft, damit wir zu den Nationen, sie aber zu den Beschnittenen (gehen sollten), 10nur sollten wir an die Armen denken, was ich auch eifrig bestrebt war zu tun.

Paulus widersteht Petrus um der Wahrheit des Evangeliums willen

11Als aber Kephas nach Antiochien kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er zu verurteilen war. 12Denn bevor einige von Jakobus kamen, hatte er mit (denen aus) den Nationen gegessen; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete; 13und mit ihm heuchelten auch die übrigen Juden, so dass selbst Barnabas durch ihre Heuchelei mit fortgerissen wurde. 14Als ich aber sah, dass sie nicht recht wandelten gemäß der Wahrheit des Evangeliums, sagte ich zu Kephas vor allen: Wenn du als Jude wie die Nationen lebst und nicht wie die Juden, warum zwingst du dann die Nationen, jüdisch zu leben?

Gerechtfertigt durch den Glauben an Jesus Christus

15Wir sind von Natur Juden und nicht Sünder aus den Nationen; 16da wir aber wissen, dass ein Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben Christi Jesu, sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir gerechtfertigt werden durch den Glauben Christi und nicht aus Werken des Gesetzes, denn aus Werken des Gesetzes wird kein Fleisch gerechtfertigt. 17Wenn aber wir, die wir suchen, in Christus gerechtfertigt zu werden, auch selbst als Sünder erfunden wurden, ist dann etwa Christus ein Diener der Sünde? Das sei fern! 18Denn wenn ich das wieder aufbaue, was ich zerstört habe, dann erweise ich mich selbst als Übertreter.

Nicht mehr ich, sondern Christus

19Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich (für) Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt; 20ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. 21Ich verwerfe nicht die Gnade Gottes; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit (kommt), dann ist Christus umsonst gestorben.