Jesaja 2

13

1Das Wort, welches Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem sah:

Einschub: Zion – das kommende Friedensreich

2Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN fest gegründet stehen an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über die Hügel, und alle Nationen werden zu ihm strömen. 3und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns wallen zum Berge des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns belehre über seine Wege und wir wandeln auf seinen Pfaden! Denn von Zion wird die Lehre ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. 4Und er wird zwischen den Nationen richten und viele Völker zurechtweisen, so dass sie ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Speere zu Winzermessern; kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. 5Komm, o Haus Jakobs, und lasst uns im Licht des HERRN wandeln!

Der Tag des HERRN – der Schrecken seines Gerichts

6Denn du hast dein Volk verstoßen, das Haus Jakobs; denn sie sind voll von (Bräuchen) des Ostens und Zauberer wie die Philister, und sie haben sich mit den Kindern der Fremden verbündet. 7Ihr Land ist voll Silber und Gold und ihrer Schätze kein Ende; ihr Land ist voll Rosse, und ihrer Wagen ist kein Ende; 8auch ist ihr Land voll Götzen, das Werk ihrer Hände beten sie an und das, was ihre Finger gemacht haben. 9Da beugt sich der Mensch (vor den Götzen), da erniedrigt sich der Mann – vergib es ihnen nicht! 10Verkrieche dich in den Felsen und verbirg dich im Staub vor dem Schrecken des HERRN und vor der Herrlichkeit seiner Majestät! 11Die stolzen Augen der Menschen werden erniedrigt, und der Hochmut der Männer wird gebeugt werden; der HERR aber wird allein hoch erhaben sein an jenem Tag. 12Denn es kommt der Tag des HERRN der Heerscharen über alles Stolze und Hohe und über alles Erhabene, und es wird erniedrigt werden; 13über alle hohen und erhabenen Zedern Libanons und über alle Eichen Basans; 14über alle hohen Berge und über alle erhabenen Hügel; 15über alle hohen Türme und über alle festen Mauern; 16über alle Tarsisschiffe und über alle köstlichen Kunstwerke. 17Und der Hochmut des Menschen wird gebeugt und der Stolz des Mannes gedemütigt werden; der HERR aber wird allein hoch erhaben sein an jenem Tag. 18Und die Götzen werden gänzlich verschwinden. 19Und man wird sich in Felshöhlen und Erdlöcher verkriechen vor dem Schrecken des HERRN und vor der Herrlichkeit seiner Majestät, wenn er sich aufmachen wird, um die Erde zu schrecken. 20An jenem Tage wird der Mensch seine silbernen und goldenen Götzen, die er sich gemacht hatte, um sie zu verehren, den Maulwürfen und Fledermäusen hinwerfen, 21um sich zu verkriechen in die Felsspalten und Steinklüfte vor dem Schrecken des HERRN und vor der Herrlichkeit seiner Majestät, wenn er sich aufmachen wird, um die Erde zu schrecken. 22So lasset nun ab von dem Menschen, der nur Hauch in seiner Nase hat, denn wofür ist er zu achten?