Johannes 15

1416

Jesus, der wahre Weinstock

1Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. 2Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. 3Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch geredet habe. 4Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann von sich selbst, es sei denn, sie bleibt am Weinstock, so auch ihr nicht, es sei denn, ihr bleibt in mir. 5Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben; wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. 6Wenn jemand nicht in mir bleibt, wird er hinausgeworfen wie eine Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. 7Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet, was immer ihr wollt, und es wird euch werden. 8Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet. 9So, wie mich der Vater geliebt hat, habe ich auch euch geliebt; bleibt in meiner Liebe. 10Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. 11Dies habe ich zu euch gesagt, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde. 12Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. 13Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben für seine Freunde lässt. 14Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. 15Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; sondern ich habe euch Freunde genannt, denn ich habe euch alles wissen lassen, was ich von meinem Vater gehört habe. 16Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt, und ich habe euch gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was immer ihr ihn bittet in meinem Namen. 17Das gebiete ich euch, damit ihr einander liebt.

Vom Hass der Welt

18Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. 19Wärt ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. 20Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: (Der) Sklave ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie auch eures halten. 21Aber dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. 22Wäre ich nicht gekommen und hätte zu ihnen geredet, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. 23Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater. 24Hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie beide sowohl gesehen als auch gehasst – mich und auch den Vater. 25Doch (dies ist so), damit das Wort erfüllt wird, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: Sie hassten mich ohne Ursache. 26Wenn aber der Tröster kommt, den ich euch vom Vater senden werde, den Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird von mir zeugen. 27Und auch ihr seid Zeugen, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.