Matthäus 8

79

Heilung eines Aussätzigen

1Als er aber von dem Berg herabgestiegen war, folgte ihm eine große Volksmenge. 2Und siehe, ein Aussätziger kam heran, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen. 3Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will, sei gereinigt! Und sogleich wurde (er von) seinem Aussatz rein. 4Und Jesus spricht zu ihm: Sieh zu, dass du es niemandem sagst, sondern geh hin, zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.

Der Hauptmann in Kapernaum

5Und als er nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn 6und sagte: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und wird schrecklich gequält. 7Er spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. 8Der Hauptmann aber antwortete und sagte: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Diener geheilt werden. 9Denn auch ich bin ein Mensch unter Obrigkeit und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu diesem sage: Geh hin!, so geht er hin; und zu einem anderen: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Sklaven: Tu dies!, so tut er es. 10Als aber Jesus es hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, so großen Glauben habe ich bei keinem in Israel gefunden. 11Und ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und Westen und werden zu Tisch liegen mit Abraham und Isaak und Jakob im Reich der Himmel; 12aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. 13Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und der Diener wurde in jener Stunde gesund.

Heilung der Schwiegermutter des Petrus

14Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er dessen Schwiegermutter mit Fieber daliegen. 15Und er berührte ihre Hand, und das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente ihm. 16Und als es Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister durch (sein) Wort aus und heilte alle Kranken, 17damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht: Er selbst nahm unsere Schwachheiten auf sich und trug unsere Krankheiten.

Kosten der Nachfolge

18Als aber Jesus die Volksmenge um sich sah, befahl er, an das jenseitige Ufer wegzufahren. 19Und ein Schriftgelehrter trat heran und sprach zu ihm: Lehrer, ich will dir folgen, wohin du auch gehst. 20Und Jesus spricht zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel des Himmels haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein Haupt hinlegen kann. 21Und ein anderer von den Jüngern sagte zu ihm: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. 22Aber Jesus spricht zu ihm: Folge mir, und lass die Toten ihre Toten begraben.

Stillung des Sturmes

23Und als er in das Boot stieg, folgten ihm seine Jünger. 24Und siehe, es erhob sich ein großer Sturm, so dass das Boot von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief. 25Da traten sie zu ihm, weckten ihn und sprachen: Herr, rette (uns), wir verderben! 26Und er spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf und schalt die Winde und den See, und es entstand eine große Stille. 27Die Menschen aber verwunderten sich und sagten: Was ist das für ein (Mensch), dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?

Heilung zweier Besessener

28Und als er ans andere Ufer kam, in das Land der Gadarener, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grabhöhlen herauskamen. (Sie waren) sehr wild, so dass niemand auf jenem Weg vorbeigehen konnte. 29Und siehe, sie schrien und sprachen: Was (haben) wir mit dir (zu tun), Sohn Gottes? Bist du hierhergekommen, um uns vor der Zeit zu quälen? 30Es war aber fern von ihnen eine große Herde Schweine am Weiden. 31Und die Dämonen baten ihn und sagten: Wenn du uns austreibst, so schicke uns in die Herde Schweine. 32Und er sprach zu ihnen: Geht hin! Und sie kamen heraus und fuhren in die Schweine. Und siehe, die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See, und sie kamen in den Wassern um. 33Die Hirten aber flohen und gingen in die Stadt und berichteten alles, was (mit) den Besessenen (geschehen war). 34Und siehe, die ganze Stadt kam heraus, Jesus entgegen, und als sie ihn sahen, baten sie ihn, aus ihrer Gegend wegzugehen.