Psalmen 107
Die Güte und die wunderbaren Taten Gottes in Christus Jesus
1Dankt dem HERRN; denn er ist gut und seine Gütea währt ewiglich. 2So sollen die Erlösten des HERRN sagen, die er aus der Hand des Feindes erlöst hat, 3die er aus den Ländern gesammelt hat von Osten und Westen, von Norden und Süden. 4Sie irrten in der Wüste, auf ödem Weg, und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten, 5hungrig und durstig waren sie und ihre Seele verschmachtete. 6Da schrien sie zum HERRN in ihrer Not und er befreite sie aus ihren Bedrängnissen. 7Er führte sie den richtigen Weg, dass sie zu der Stadt kamen, in der sie wohnen konnten: 8Sie sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine wunderbaren Taten an den Menschenkindern, 9dass er die durstige Seele sättigt und die Hungrigen mit Gutem füllt. 10Die in der Finsternis und im Todesschatten saßen, gefangen in Elend und Eisen – 11weil sie gegen Gottes Gebote widerspenstig waren und den Ratschluss des Höchsten verachtet hatten, 12sodass er ihr Herz durch Unheil beugte –, sie waren gestürzt und kein Helfer war da. 13Da schrien sie zum HERRN in ihrer Not und er rettete sie aus ihren Bedrängnissen. 14Er führte sie aus der Finsternis und dem Todesschatten und zerriss ihre Fessel: 15Sie sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine wunderbaren Taten an den Menschenkindern, 16dass er eherne Türen zerbricht und eiserne Riegel zerschlägt. 17Die Toren wurden um ihrer Übertretung und um ihrer Sünde willen geplagt, 18dass ihnen vor aller Speise ekelte und sie den Pforten des Todes nahekamen. 19Da schrien sie zum HERRN in ihrer Not und er befreite sie aus ihren Bedrängnissen. 20Er sandte sein Wort und machte sie gesund und ließ sie ihren Gruben entrinnen. 21Sie sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine wunderbaren Taten an den Menschenkindern, 22und sollen Dankopfer opfern und seine Werke mit Jubel erzählen. 23Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren und ihren Handel auf großen Wassern trieben, 24sahen die Werke des HERRN und seine Wunder auf dem Meer. 25Denn er sprach und erregte einen Sturmwind, der die Wellen erhob, 26und sie stiegen zum Himmel empor und fuhren wieder in die Tiefe hinab, dass ihre Seele vor Angst verzagte, 27dass sie wie ein Trunkener taumelten und wankten und keinen Rat mehr wussten. 28Da schrien sie zum HERRN in ihrer Not und er führte sie aus ihren Bedrängnissen. 29Er stillte das Unwetter, dass die Wellen sich legten; 30sie wurden froh, dass es still geworden war und er sie zum ersehnten Hafenb brachte: 31Sie sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine wunderbaren Taten an den Menschenkindern 32und ihn auch in der Versammlung des Volkes erheben und im Kreis der Ältesten loben. 33Er machte Ströme zur Wüste und Wasserquellen zu dürrem Land, 34sodass fruchtbares Land zur Salzwüste wurde wegen der Bosheit derer, die dort wohnten. 35Er machte das Trockene wieder wasserreich und dürres Land zu Wasserquellen 36und ließ die Hungrigen dort bleiben, dass sie eine Stadt gründeten, in der sie wohnen konnten, 37und Äcker besäten und Weinberge pflanzten, die Früchte trugen als Ertrag. 38Und er segnete sie auch, dass sie sich sehr mehrten, und ihr Vieh ließ er nicht wenig sein. 39Und wieder wurden sie wenig und sie wurden durch Unterdrückung, Unheil und Kummer gedemütigt. 40Er schüttete Verachtung auf die Fürsten aus und ließ sie in der Wüste irren, wo kein Weg ist; 41aber den Armen hebt er aus dem Elend empor und mehrt seine Sippen wie eine Herde. 42Das werden die Aufrichtigen sehen und sich freuen und alle Bosheit muss ihren Mund schließen. 43Wer weise ist und dies beachtet, der wird die Güte des HERRN verstehen.