Die treuen Gläubigen ergänzen, was noch fehlt an den Drangsalen Christi für die Gemeinde
1Dem Chorleiter, ein Maskila der Söhne Korach.2Gott, wir haben mit unseren Ohren gehört, unsere Väter haben uns erzählt, was du getan hast zu ihren Zeiten, in alten Tagen. 3Du hast mit deiner Hand die Nationen vertrieben, sie aber hast du eingepflanzt; du hast die Völker zerschlagen, sie aber hast du ausgebreitet. 4Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr (eigenes) Schwert, und ihr (eigener) Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts, denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. 5Du bist mein König, o Gott; entbiete Rettungen für Jakob. 6Durch dich wollen wir unsere Widersacher zu Boden stoßen, durch deinen Namen niedertreten, die sich gegen uns erheben. 7Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mich nicht retten, 8sondern du rettest uns von unseren Widersachernb und machst zuschanden, die uns hassen.9Täglich rühmen wir uns Gottes und preisen deinen Namen ewiglich. SELA. 10Und doch verstößt du uns und beschämst uns und ziehst nicht aus mit unserem Heer. 11Du lässt uns zurückweichen vor dem Feind, dass uns berauben, die uns hassen.
12Du gibst uns dahin wie Schlachtschafe und zerstreust uns unter die Nationen.
13Du verkaufst dein Volk um ein Nichts und hast mit ihrem Kaufgeld nichts gewonnen.
14Du machst uns zur Schmach bei unseren Nachbarn, zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind.
15Du machst uns zum Sprichwort unter den Nationen, lässt die Völker das Haupt über uns schütteln.
16Täglich ist mir meine Schmach vor Augen, und mein Angesicht ist von Scham bedeckt,
17weil ich sie höhnen und lästern höre, angesichts des Feindes und Rachgierigen.
18Dies alles ist über uns gekommen; und doch haben wir dich nicht vergessen, an deinem Bund nicht untreu gehandelt.
19Unser Herz ist nicht abgefallen noch unser Schritt gewichen von deinem Weg,
20dass du uns so zerschlägst am Ort der Schakale und uns bedeckst mit Finsternis.
21Wenn wir den Namen unseres Gottes vergessen hätten und unsere Hände aufgehoben zum fremden Gott –
22würde das Gott nicht erforschen? Er kennt ja unseres Herzens Grund.
23Doch um deinetwillen werden wir täglich getötet und sind geachtet wie Schlachtschafe.
24Wache auf, Herrc! Warum schläfst du? Werde wach und verstoße uns nicht für immer!
25Warum verbirgst du dein Angesicht, vergisst unser Elend und unsere Drangsal?
26Denn unsere Seele ist gebeugt zum Staub, unser Leib liegt am Boden.
27Mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen!