Die Erfahrungen Davids, der von Saul gejagt, aber von Gott befreit wurde – ein Bild auf die Leiden Christi, um das Reich zu gewinnen (Psalmen 52-60)
1Dem Chorleiter, ein Maskil fn:maskil, (ein Psalm) Davids, beim Saitenspiel. 2O Gott, höre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen. 3Hör doch auf mich und antworte mir! Ich klage ruhelos und heule, 4da der Feind so schreit und der Böse mich bedrängt; denn sie wollen Unheil über mich bringen, und im Zorn hassen sie mich. 5Mein Herz bebt in mir, und Todesfurcht ist auf mich gefallen. 6Furcht und Zittern ist über mich gekommen, und Grauen hat mich überfallen. 7Ich sprach: O hätte ich Flügel wie Tauben, dass ich wegflöge und Ruhe fände! 8Siehe, so wollte ich in die Ferne fliehen und in der Wüste bleiben. SELA. 9Ich wollte eilen, dass ich entrinne vor dem Sturmwind und Wetter. 10Verschlinge sie, o Herr, zerteile ihre Zunge; denn ich sehe Gewalt und Streit in der Stadt. 11Tag und Nacht machen sie die Runde auf ihren Mauern, und Bosheit und Unheil ist in ihrer Mitte. 12Gier regiert darin, Lügen und Trügen weicht nicht aus ihren Gassen. 13Denn es ist nicht mein Feind, der mich schmähte – das könnte ich ertragen, noch ist es mein Hasser, der sich gegen mich erhebt – vor ihm hätte ich mich verborgen,
14sondern du bist es, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein Vertrauter.
15Wir hatten süße Gemeinschaft miteinander und gingen (gemeinsam) in das Haus Gottes in Scharen.
16Der Tod übereile sie, dass sie lebendig ins Totenreich hinabfahren, denn Bosheit ist in ihren Wohnungen, in ihrem Inneren.
17Ich aber will zu Gott rufen, und der HERR wird mich retten.
18Abends und morgens und mittags will ich klagen und heulen; so wird er meine Stimme hören.
19Er hat meine Seele in den Frieden gerettet von dem Krieg gegen mich; denn ihrer sind viele gegen mich.
20Gott wird hören und sie bedrängena – er bleibt von alters her, SELA – denn es gibt bei ihnen keine Änderung und sie fürchten Gott nicht.
21Er hat seine Hände ausgestreckt gegen die, welche mit ihm in Frieden waren; seinen Bund hat er gebrochen.b
22Ihr Mund ist glatter als Butter, und haben doch Krieg im Herzen; ihre Worte sind linder als Öl und sind doch gezückte Schwerter.
23Wirf deine Last auf den HERRN; der wird dich versorgen: Er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.
24Und du, o Gott, wirst sie hinunterstoßen in die Grube des Verderbens. Die Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht bis zur Hälfte bringen. Ich aber hoffe auf dich.