Artikel · 23. April 2025

Das neue und himm­li­sche Je­ru­sa­lem

Das neue und himmlische Jerusalem

Die Bibel endet mit dem Neuen Jerusalem, der Stadt Gottes, die aus dem Himmel von Gott herabkommen wird. Sie ist die endgültige Erfüllung von Gottes ewigem Plan. Doch diese Stadt kommt nicht plötzlich und unvorbereitet aus dem Himmel herab. Vielmehr wird sie schon seit 6000 Jahren vorbereitet und ihr Bau dauert bis heute an. Nach fast 6000 Jahren Menschheitsgeschichte steht das zweite Kommen des Herrn Jesus Christus nahe bevor. Wenn er kommt, beginnt das 1000-jährige Friedensreich des Christus auf der Erde. Während dieser Zeit findet das Hochzeitsfest des Lammes statt. Danach erscheint das Neue Jerusalem als die Frau des Lammes:

Und ich sah die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut ihrem Mann. (Offenbarung 21:2)

Seit der Wiederherstellung von Himmel und Erde in 1.Mose 1:3 bis 2:3 erkennen wir also drei Abschnitte: 6000 Jahre Menschheit, 1000 Jahre Friedensreich, neue Himmel, neue Erde und Neues Jerusalem in Ewigkeit.

6000 Jahre Menschheit

Von Adam bis heute sind in etwa 6000 Jahre vergangen. 6 ist in der Bibel die Zahl für den Menschen. Wir sehen also, dass Gott dem Menschen 6000 Jahre gibt, um sein Werk mit dem Menschen auszuführen. Dieses Werk ist die heilige Stadt, das Neue Jerusalem. Gott begann dieses Werk mit den Erzvätern. Von Abraham heißt es zum Beispiel:

... er wartete auf die Stadt, welche die Fundamente hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. (Hebräer 11:10)

Schon Abraham wartete auf das Neue Jerusalem!

Mit Mose fing dann die Zeit des Alten Bundes an, in der Gott ein ganzes Volk erhielt - die 12 Stämme Israel. Auch mit ihnen arbeitete Gott weiter am Neuen Jerusalem. Woher wissen wir das? In Offenbarung 21:12 heißt es, dass die Namen der 12 Stämme Israels an den Toren des Neuen Jerusalem geschrieben sind. Durch sie bereitete Gott also den Eingang in diese wunderbare Stadt, denn die Errettung kommt von den Juden (vgl. Johannes 4:22; Römer 1:16).

Mit Jesus Christus begann die Zeit des Neuen Bundes. Ganz zu Beginn seines Dienstes wählte Jesus 12 Jünger aus, die später die 12 Apostel Jesu genannt wurden (ausgenommen Judas, der durch Matthias ersetzt wurde; vgl. Apostelgeschichte 1:26). Diese 12 Apostel sind die Grundsteine der Mauer des Neuen Jerusalem (vgl. Offenbarung 21:14). Wir sehen also, dass diese himmlische Stadt auch im Neuen Bund weiter gebaut wird. Mit anderen Worten, der Bau des Neuen Jerusalem erstreckt sich bis in unsere heutige Zeit. Wir Christen müssen uns heute in das Bild Christi umwandeln lassen, damit wir ins Neue Jerusalem hineinpassen.

1000 Jahre Friedensreich des Christus

Nach fast 6000 Jahren Menschheitsgeschichte steht die Wiederkunft Jesu kurz bevor. Dann beginnt das 1000-jährige Reich auf der Erde. Wie bereits erwähnt findet zu dieser Zeit das Hochzeitsfest des Lammes mit seinem Volk statt. Allerdings werden nicht alle Christen bedingungslos Zugang zu diesem Fest erhalten. Nur diejenigen Christen, die sich Zeit ihres Lebens bewusst vorbereitet haben, kommen hinein. Dies sehen wir zum Beispiel am Gleichnis der 10 Jungfrauen in Matthäus 25. Alle 10 sind Jungfrauen, d.h. sie sind wiedergeborene Christen. Doch nur 5 sind klug und bereiten sich vor. Als der Bräutigam kommt, gehen nur die 5 klugen Jungfrauen in die Hochzeit hinein (V. 10). Den 5 törichten wird der Zugang verwehrt. Jesus sagt zu ihnen: "Ich kenne euch nicht." Nicht nur verpassen sie das Hochzeitsfest, sondern sie müssen Öl kaufen gehen. Sie müssen nachholen, was sie zu ihren Lebzeiten versäumt haben. Sie werden wie der untreue Sklave in die äußere Finsternis geworfen - dort wird Heulen und Zähneknirschen sein (vgl. Matthäus 25:30). Mit anderen Worten: Wer die Umwandlung heute verpasst, muss sie später im 1000-jährigen Reich unter viel Leid nachholen. Warum? Damit am Ende jeder vollendet wird und ins Neue Jerusalem hineinpasst.

Das Neue Jerusalem in Ewigkeit

Am Ende des 1000-jährigen Reiches kommt das Neue Jerusalem aus dem Himmel von Gott auf die Erde. Zu jener Zeit sind alle Gläubigen komplett umgewandelt und vollendet. Sie sind zum äußersten gerettet, wie es Hebräer 7:25 sagt. Von dieser Zeit an hat Gott sein Ziel erreicht. Das Neue Jerusalem bleibt das Zelt Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Fazit

Wir müssen also erkennen: Gott wird sein Ziel mit uns Gläubigen erreichen. Die Frage ist nur wann. Lassen wir uns heute umwandeln? Bauen wir Gemeinde nach dem Muster des Neuen Jerusalem? Wenn wir heute mit dem Heiligen Geist zusammenwirken und uns bis zum äußersten retten lassen, werden wir als Belohnung ins Hochzeitsfest des Lammes eingehen. Wenn nicht, wird Gott uns während des 1000-jährigen Reiches zurechtbringen müssen, damit wir alle ins Neue Jerusalem hineinpassen. Lasst uns heute weise sein!

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