Artikel · 19. August 2026

Sein Name ist Amen – das Wort muss in uns Wirk­lich­keit wer­den

Dies ist eine Zu­sam­men­fas­sung der ers­ten Ver­samm­lung der Som­mer­kon­fe­renz am 5. Au­gust 2026.

Sein Name ist Amen – das Wort muss in uns Wirklichkeit werden

Nicht Wissen, sondern Wirklichkeit — was Amen bedeutet

Was soll ich noch sagen nach jahrzehntelangen Botschaften? Schaut selbst, was in Europa passiert. Wir kennen alle die Bibel, wir lesen viel darin und reden davon — und doch zählt beim Herrn nichts davon, wenn uns die Wirklichkeit fehlt. Denkt an das, was der Herr zu den Schriftgelehrten sagte:

Ihr durchforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben; und jene sind es, die von mir zeugen; und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. (Johannes 5:39-40)

Es geht nicht darum, wie viel wir von der Bibel wissen, sondern wie viel Leben wir von ihm empfangen für unseren Alltag. Der Wandel mit dem Herrn ist nicht ein Mal in der Woche und nicht nur in der Versammlung, sondern zu Hause, bei der Arbeit und besonders dann, wenn du allein bist.

Sagt nicht so leichtfertig Amen. Amen ist ein Name des Herrn in der Offenbarung; es bedeutet die Wirklichkeit, die Erfüllung. Alle Verheißungen Gottes sind Ja und Amen in Christus. Ich kann nicht Amen sagen, wenn er seine Wirklichkeit nicht in mir erfüllt. Sein Wort ist lebendig — und lebendig heißt: es beeinflusst dein Leben, es hat eine Wirkung. Wir alle sind lebendige Menschen, wir sind aktiv den ganzen Tag. Aber wie aktiv ist Christus in dir, in deinem täglichen Leben? Wenn wir keine Änderung sehen, dann ist das Wort für uns einfach nicht lebendig.

Der Herr kommt bald, wir brauchen alle eine Änderung. Buße bedeutet nicht nur: "Vergib mir, Herr" — Buße endet immer in einer Umkehr: in unserer Gesinnung, in unserer Lebensart, in unseren täglichen Gewohnheiten. Geschieht das nicht, dann nützt unser Bibellesen gar nichts, es ist null. Und ich rede das auch zu mir selbst; ich wende es an in meinem Leben und will noch mehr Änderung sehen. Denn Gnade ist nicht nur, dass der Herr gnädig mit uns ist — Gnade ist ein Training, durch sein Wort und durch den Geist, mitten in unserem Alltag.

Gott redet — aber hören wir wirklich?

Jeder versteht Hebräer 1: Gott hat vorzeiten viel, vielfältig und vielmals durch die Propheten geredet. Er redet nicht wie ein Professor an der Universität. Sein Sprechen ist kostbar und voller Kraft — in sechs Tagen hat er durch sein Wort alles geschaffen. Wenn er redet, geschieht es. Auf sein Wort hin wurden Kranke geheilt, wurde Wasser zu Wein, wurden Tausende gespeist, wurde Lazarus aus dem Grab gerufen. Alles, was er gesagt hat, war greifbar, sichtbar, erfahrbar. Und wir? Wir haben so viel geredet — was haben wir geschafft?

Lass Gott in dein Wesen hineinforschen, wenn du zu seinem Wort kommst. Hebräer 4:12 sagt:

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenken und Mark, und vermag die Gedanken und Absichten des Herzens zu beurteilen. 

Hat das Wort Gottes dich schon operiert? Hat es Geist und Seele in dir geschieden, die verborgenen Gedanken deines Herzens bloßgestellt? Oder ist die Bibel zu, das Licht aus, und nichts geschieht?

Ungehorsam bedeutet nicht nur, dass wir nicht tun, was er sagt — es bedeutet, dass wir taub sind. Wir hören und tun nichts. Das Problem liegt nicht bei Gottes Reden; er möchte reden, denn er ist unser Vater. Welcher Vater will nicht zu seinen Kindern reden? Aber wenn wir keine Reaktion zeigen, hört er am Ende auf. Wie beim Sämann kommt es auf den Boden an. Prüfe dein Herz: Ist es ein guter Boden, der dreißig-, sechzig-, hundertfältig Frucht bringt? Wir wollen Wissen, Erkenntnis, schöne Auslegung, schöne Botschaften hören — und alles das ist nichts, wenn keine Wirkung bleibt. Um Gott zu hören, brauche ich nicht dieses äußere Ohr, sondern Augen und Ohren des Herzens. Darum betete Paulus, dass die Augen unseres Herzens erleuchtet werden, dass wir ihn erkennen — nicht durch Lernen, sondern durch Sehen.

Christus, das Haupt: der das All zusammenhält, will auch uns zusammenhalten

Heute redet Gott zu uns durch den Sohn. Und wo ist der Sohn? Er sitzt auf dem Thron — und er wohnt in uns. Aber wie oft hast du das Empfinden, dass er in dir wohnt? Wir leben oft, als wäre er nicht da. Dabei ist er so groß: von Anfang an bei Gott, ja Gott selbst, durch ihn ist das ganze Universum geschaffen. Er ist nicht der erste Geschöpfte, wie manche meinen — alle Dinge sind durch ihn geschaffen. Er ist der Ausdruck der Herrlichkeit des Vaters. Wenn ihr mich seht, sagt er, seht ihr den Vater; ich und der Vater sind eins. Können wir sagen: Ich und Jesus in mir, wir sind eins?

Durch die Macht seines Wortes trägt und hält er das ganze Universum zusammen. Wie unbeschreiblich mächtig ist dieses Wort! Und doch — die wenigen Glieder seines Leibes kann er kaum zusammenhalten. Warum hält das Universum? Weil es gehorsam ist, ohne Sünde. Die Sonne, der Mond, die Bäume haben nicht gesündigt. Wir aber, selbst die Geretteten, tragen die Sünde noch im Fleisch. Was mir nicht passt — nicht einmal ein Fehler, nur was meinen Augen missfällt —, und schon kommt ein scharfes, zweischneidiges Schwert aus meinem Mund. Wie oft habt ihr vom Herzen gebetet: Herr, halte uns fest zusammen?

Darum müssen wir Christus täglich als unser Friedensopfer genießen. Ohne das Kreuz gibt es keinen Frieden; er hat Juden und Heiden zu einem gemacht, er selbst ist unser Friede. Und das Evangelium ist ein Evangelium des Friedens, nicht nur der Rettung. Am Ende sitzt er auf dem Thron als Melchisedek, König der Gerechtigkeit und des Friedens. Über wen soll er herrschen? Über die Gemeinden, über uns. Und wer kann ihn ersetzen? Nicht die Ältesten, nicht die Apostel — Paulus sagt: Wir sind nur Diener, nicht eure Herrscher. Es gibt nur einen Herrscher. Als Glieder seines Leibes ist es die Verantwortung jedes Einzelnen, unter dem Haupt zu stehen. Mein Daumen hört nicht auf meine Schulter, sondern auf den Kopf; jedes Glied hört auf das Haupt — und Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde, die sein Leib ist. Lasst uns alle lernen, auf ihn als unser Haupt zu hören und ihm zu gehorchen!

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