Artikel · 1. Januar 2026
Zum Neujahr: Die Priesterweihe

Das neue Jahr ist eine gute Gelegenheit, unsere Hingabe an Jesus Christus zu erneuern. Er hat sich aus Liebe für uns hingegeben. Jetzt erwidern wir diese Liebe. Wir dürfen uns ihm hingeben, weil wir ihn lieben. Doch wofür geben wir uns hin? Und wie sieht diese Hingabe aus?
Offenbarung 1:6 zeigt uns, dass wir zu einem Königreich von Priestern gemacht worden sind. Wenn wir die ganze Heilige Schrift lesen, erkennen wir, dass es gar nicht so einfach ist, Gott als Priester zu dienen. Zur Zeit vom Alten Bund mussten Aaron und seine Söhne geweiht werden, bevor sie Gott priesterlich dienen konnten. Diese Priesterweihe war ein komplexer Prozess. Er zeigt uns aber deutlich, auf welche Weise wir heute im Neuen Bund Jesus Christus erfahren müssen, damit wir Gott als Priester dienen können. Wenn wir diese geistlichen Prinzipien nicht beachten, sind wir für den Priesterdienst nicht qualifiziert.
Neben der Waschung mit Wasser, der Kleidung und der Salbung umfasst die Priesterweihe die Darbringung von drei verschiedenen Tieropfern. Diese sind:
- Ein Stier als Sündopfer
- Ein Widder als Brandopfer
- Ein Widder als Weihopfer
Ein Stier als Sündopfer
Das erste Opfer ist ein großes Sündopfer - ein Stier. Was soll uns das sagen? Die Priester benötigen zuallererst ein tiefes Bewusstsein von Sünde. Sie sind es ja, die dem Volk den Unterschied zwischen heilig und unheilig beibringen sollen. Wie sollen sie das tun, wenn sie selbst diesen Unterschied in ihrer Erfahrung nicht kennen? Wenn Priester locker mit Sünde, Unreinheit und weltlichen Dingen umgehen, ist es unmöglich, vor Gott zu stehen und ihm priesterlich zu dienen. Sie dienen Gott im Heiligtum und im Allerheiligsten. Daher müssen sie selbst heilig leben. Und dies ist nur möglich, wenn sie Christus als ihr großes Sündopfer erfahren.
Ein Widder als Brandopfer
Als nächsten benötigen die Priester einen Widder als Brandopfer. Das Brandopfer zeigt, dass Christus niemals für sich selbst gelebt hat. Für ihn galt immer der Wille des Vaters. Selbst mit 12 Jahren war Jesus im Tempel. Dort trieb er das "Geschäft seines Vater". Wie sah unser Leben mit 12 Jahren aus? Selbst als Erwachsene leben wir für uns selbst! Wir gehen unseren eigenen Geschäften nach und stellen Gottes Werk an zweite (oder letzte) Stelle. So kann ein Priester nicht Gott dienen. Priester kümmern sich zuallererst um den Willen Gottes. Daher benötigen sie Christus als ihr Brandopfer.
Ein Widder als Weihopfer
Das dritte Opfer ist ein Widder als Weihopfer. Nachdem er geschlachtet war, wurde etwas von seinem Blut auf das rechte Ohrläppchen, den rechen Daumen und den rechten Zeh des Priesters aufgetragen. Was soll uns das zeigen? Heute hören die Menschen so viele Dinge, z.B. aus dem Internet oder aus den Nachrichten. Obwohl viele dieser Meldungen nicht wahr sind, glauben die Menschen sie trotzdem. Viele haben kein Ohr für die Wahrheit. Aber die Ohren des Priesters sind Gott geweiht. Sie sollen hören, was der Heilige Geist spricht. Außerdem ist ihr rechter Daumen mit Blut bestrichen. All ihr Tun muss in und durch Christus geschehen, sonst ist es nichts wert. Getrennt vom Herrn können Priester nichts tun. So muss auch ihr Wandel gerecht und heilig sein vor dem Herrn. Daher wird zusätzlich Blut auf den rechten Zeh aufgetragen. Die Priester sind also von Kopf bis Fuß für Gott geweiht. Ihr ganzes Sein - Leib, Seele und Geist - müssen vollständig geheiligt werden.
Jesus Christus, die Wirklichkeit dieser Opfer
Alle diese Opfer sind in Jesus Christus erfüllt worden. Er selbst ist heute die Wirklichkeit dieser Opfer für uns. Lasst uns ihn in diesen Opfern ergreifen und so die Priesterweihe durchführen, bis sie ganz vollendet ist. Lasst uns das neue Jahr nutzen, uns ihm ganz hinzugeben.