Schaubrote · Woche vom 4. August
Das gehörte Wort mit Glauben vermischen
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Hebräer 4 zeigt uns, dass das gehörte Wort mit Glauben vermischt werden muss (Hebr. 4:2). Glaube bedeutet nicht bloß, etwas für wahr zu halten oder es verstandesmäßig zu erfassen. Mangel an Wissen ist nicht unser Problem. Wir kennen viele Verse – etwa: „Sorge dich nicht“ – und doch sorgen wir uns. Hebräer 4 sagt nicht, dass das Volk das Wort nicht verstand, sondern dass es ihm nicht glaubte. Glaube ist immer praktisch. Er gibt dem Wort Substanz und macht es zu unserer Wirklichkeit. Das Wort Gottes soll nicht nur eine Botschaft bleiben, sondern zu unserer Erfahrung werden. Josua und Kaleb brachten die Früchte des guten Landes zurück. Das gute Land war für sie keine Theorie, sondern Wirklichkeit. So möchte auch der Herr, dass sein Wort in unserem Leben Gestalt gewinnt. Deshalb sollten wir das Wort nicht nur danach beurteilen, ob wir etwas Neues gehört haben. Viel wichtiger ist die Frage: Wie kann dieses Wort heute in meinem Leben Wirklichkeit werden? Gehen wir mit dem Gehörten zum Herrn und bitten ihn, dass sein Wort in uns lebendig wird und uns wirklich hilft. Hebräer 4 spricht außerdem von der wahren Sabbatruhe in Christus. Diese Ruhe ist noch vorhanden für das Volk Gottes. Auch in allem Dienen möchte der Herr uns in seine Ruhe hineinführen. Wir sollen ihm nicht mit Schweiß, eigener Anstrengung oder Murren dienen, sondern aus seiner Ruhe heraus. Wie kommen wir in diese Ruhe? Indem wir das Wort mit Glauben vermischen. Dann kommen wir los von unseren eigenen Werken und lernen, aus dem zu leben, was Christus in uns wirkt. Wo die Versorgung mit dem Wort fehlt, entsteht leicht Unglaube – und mit ihm Murren. Wo aber alles im Glauben getan wird, weicht das Murren, und Freude erfüllt das Herz. Der Mensch wurde am sechsten Tag erschaffen. Sein erster voller Tag war der Sabbat – ein Bild dafür, dass Gottes Absicht nicht zuerst unsere Arbeit, sondern seine Ruhe ist. Er hat uns geschaffen, damit wir in seine Ruhe eingehen und aus ihr leben. Möge der Herr uns in dieser Woche schenken, sein lebendiges und wirksames Wort nicht nur zu hören, sondern es mit Glauben zu vermischen, damit es in uns Wirklichkeit wird und wir in seine Ruhe eingehen.