Schaubrote · Woche vom 21. Juli

Jesus, der treue Hohepriester, bringt uns ins gute Land

Jesus, der treue Hohepriester, bringt uns ins gute Land

Darum, heilige Brüder, Teilhaber der himmlischen Berufung, richtet eure ganze Aufmerksamkeit auf den Apostel und Hohepriester unseres Bekenntnisses, Jesus.

Hebräer 3:1

Ist es möglich, dem Hohepriester unsere ganze Aufmerksamkeit zu geben? Wir müssen uns schließlich um so viele Dinge kümmern und sind mit unseren Gedanken ständig beschäftigt. Doch genau hierin müssen wir lernen, unsere ganze Aufmerksamkeit auf den Hohepriester zu richten. Äußerlich können wir die Situation oft nicht ändern, aber innerlich lernen wir uns auf ihn zu fokussieren.


Der Hebräerbrief betont die Ausdauer. Das Volk Israel war vierzig Jahre in der Wüste, doch sie hatten keine Ausdauer. Auch wir brauchen nicht nur einen guten Anfang, sondern Treue bis ans Ende.

… Sein Haus sind wir, wenn wir den Freimut und den Ruhm der Hoffnung bis ans Ende festhalten. (Heb. 3:6)

Wenn wir nicht bis ans Ende auf ihn ausgerichtet bleiben, sind wir nicht mehr sein Haus – vielleicht noch unser eigenes Haus, aber nicht mehr das seine.

Hebräer 3 zeigt, wie wir unser Herz behandeln lassen müssen, damit wir in die Ruhe Gottes, das heißt das gute Land und das kommende Reich, eingehen. Durch viele Situationen kommt der Herr an tiefere Bereiche unseres Herzens. Der eigentliche Kampf ist um unser Herz.

Um unsere Herzen behandeln zu lassen und treu zu bleiben, brauchen wir jeden Tag die Stimme des Herrn. Daher heißt es:

Darum, wie der Heilige Geist spricht: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, ... (Hebr. 3:7)

Und es braucht auch tägliche Ermutigung und Ermahnung, damit unser Herz nicht verhärtet wird.

… so verhärtet eure Herzen nicht, wie bei der Rebellion am Tag der Versuchung in der Wüste. (Heb. 3:8)
Darum wurde ich zornig über jenes Geschlecht und sprach: Immer gehen sie in ihrem Herzen in die Irre, und sie haben meine Wege nicht erkannt. (Heb. 3:10)
Seht zu, Brüder, dass in keinem unter euch ein böses Herz des Unglaubens ist, das abfällt von dem lebendigen Gott. (Heb. 3:12)

Der Herr ist treu über sein Haus. Aber was soll er tun, wenn sein Volk sich verhärtet und kein Ohr zum Hören hat? Es lag nicht am Herrn. Das Volk verpasste durch Unglauben und Ungehorsam den Eingang in die Ruhe.

Wer hat [seine Stimme] denn gehört und rebelliert? Waren es denn nicht alle, die durch Mose aus Ägypten ausgezogen waren? (Heb. 3:16)

Sie hörten seine Stimme und rebellierten dennoch. Wenn der Herr spricht, müssen wir sein Wort mit Glauben vermischen und nicht rebellieren. Der Herr möge uns vor einem bösen Herzen des Unglaubens bewahren, das abfällt von dem lebendigen Gott.

Der Hebräerbrief gibt uns zugleich Vorbilder der Treue: Mose war treu in Gottes ganzem Haus und baute jedes Detail der Stiftshütte nach dem himmlischen Muster. Doch währenddessen machte das Volk ein goldenes Kalb. Josua und Kaleb wollten das gute Land einnehmen, aber das Volk wollte sie steinigen. Wie viel mehr ist heute Christus treu über sein ganzes Haus – doch wie antworten wir als Christen auf seine Treue?

Hebräer enthält einerseits starke Ermutigungen: Christus ist unser Hohepriester auf dem Thron. Andererseits finden wir hier auch einige der stärksten Ermahnungen des Neuen Testaments.


Denn wir sind Mitteilhaber des Christus geworden, wenn wir wirklich die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten. (Heb. 3:14)

Viele gehen jahrelang mit dem Herrn und sind plötzlich nicht mehr da. Deshalb ruft uns der Hebräerbrief immer wieder dazu auf, bis ans Ende festzuhalten. Mit dem Herrn werden am nur die Berufenen, Auserwählten und Treuen sein (vgl. Offb 19:14).

Es gibt eine große Belohnung für die Treuen. Wir werden sein Haus sein und Mitteilhaber des Christus. Der Herr stellt uns diese Belohnung vor Augen, damit wir bis zum Ende laufen und nicht vorher aussteigen.

Aus uns selbst ist keiner treu. Doch gerade deshalb haben wir einen barmherzigen und treuen Hohepriester. Seine Barmherzigkeit deckt nicht nur unsere Fehler zu, sondern hat das Ziel, Treue in uns hervorzubringen. Er selbst wirkt die Treue in uns.

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