Schaubrote · Woche vom 29. September
Sie werden mich alle kennen
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Und keinesfalls wird jemand seinen Mitbürger lehren noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinen an bis zum Großen unter ihnen.
— Hebräer 8:11
Alle sollen den Herrn kennen. Das ist der Inhalt und das große Vorrecht des neuen Bundes. Es geht nicht nur um Errettung aus Gnade, sondern darum, den Herrn selbst zu kennen – seine Person, sein Wesen, seine Anwesenheit und sein tägliches Sprechen.
Die Schriftgelehrten und Pharisäer kannten die Schrift sehr gut. Doch der Herr sagte zu ihnen: Ihr erforscht die Schriften, aber „ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt“ (Joh. 5:40). Die Bibel brauchen wir unbedingt, aber wir wollen nicht nur die Schrift und die Lehre kennen, sondern durch die Schrift zu ihm kommen und ihn selbst kennen. Einen Menschen kennen wir schließlich auch nicht wirklich dadurch, dass wir nur ein Buch über ihn gelesen haben.
Daher trinken wir den Kelch des neuen Bundes nicht als ein Ritual. Jede Woche gibt es noch so viel von ihm zu kennen. Der Herr ist unausforschlich!
„...welcher uns auch tauglich gemacht hat zu Dienern eines neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ (2.Kor. 3:6)
Selbst wenn wir die Bibel lesen, muss sie uns durch den Geist lebendig gemacht werden.
Im alten Bund kannten nur wenige den Herrn auf diese Weise: Mose, Josua, Samuel, David und andere. Mose rief aus:
„Ach, daß doch das ganze Volk des HERRN weissagen würde! daß doch der HERR seinen Geist auf sie legen würde!“ (4.Mo. 11:29).
Heute wohnt der Geist in uns, und die Salbung lehrt uns über alle Dinge. Warum sollten nur Pastoren oder solche, die Theologie, Griechisch oder Hebräisch kennen, den Herrn kennen? Vom Schüler und Kind bis zu den älteren Geschwistern – alle sollen ihn kennen. Wir wollen nicht von anderen abhängig sein, sondern selbst lernen, sein Sprechen zu hören.
Auch Wunder und äußerliche Hilfe des Herrn zu erfahren bedeutet noch nicht, ihn zu kennen. Israel sah seine mächtigen Taten und kannte ihn doch nicht wirklich. Der Herr sagt über den alten Bund:
„...sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und (so) habe ich mich auch nicht um sie gekümmert“ (Hebr. 8:9)
Darum lasst uns dieses Vorrecht des neuen Bundes nicht versäumen oder unsere Zeit mit anderen Dingen verschwenden. Lasst uns ins Allerheiligste vorwärtskommen, denn dort ist unser Hoherpriester.
Nimm dir Zeit vor dem Herrn. Komm zu ihm. Höre sein Sprechen. Lerne ihn selbst kennen.
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