Johannes 2

13

Die Hochzeit zu Kana

1Und am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort. 2Aber auch Jesus und seine Jünger waren zu der Hochzeit eingeladen. 3Und als der Wein ausgegangen war, sagt die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. 4Und Jesus spricht zu ihr: Was (habe) ich mit dir (zu schaffen), Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5Seine Mutter sagt zu den Dienern: Was immer er euch sagt, (das) tut. 6Es standen aber dort nach dem Reinigungsbrauch der Juden sechs steinerne Wasserkrüge, die je zwei oder drei Maß fassten. 7Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis oben hin. 8Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister. Und sie brachten es (ihm). 9Als aber der Speisemeister das Wasser kostete, das zu Wein geworden war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten es, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10und sagt zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie trunken geworden sind, den geringeren; du hast den guten Wein bis jetzt aufgehoben. 11Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus zu Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn. 12Danach ging er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben dort einige Tage.

Jesu Eifer für Gottes Haus

13Und das Passah der Juden war nahe, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. 14Und er fand im Tempel die, welche Ochsen und Schafe und Tauben verkauften, und die Geldwechsler, die dasaßen. 15Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb alle aus dem Tempel hinaus, sowohl die Schafe als auch die Ochsen, und verschüttete das Geld der Wechsler und stieß die Tische um, 16und zu den Taubenverkäufern sprach er: Tragt dies weg von hier; macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Kaufhaus. 17Seine Jünger erinnerten sich, dass geschrieben steht: Der Eifer um dein Haus wird mich verzehren. 18Da antworteten die Juden und sagten zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tust? 19Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Zerstört diesen Tempel, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. 20Da sagten die Juden: Dieser Tempel wurde in sechsundvierzig Jahren erbaut, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? 21Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. 22Als er nun auferstanden war von den Toten, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. 23Als er aber am Passah, beim Fest, in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, da sie seine Zeichen sahen, die er tat. 24Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, denn er kannte sie alle 25und hatte es nicht nötig, dass jemand ihm Zeugnis über den Menschen ablegte; denn er selbst wusste, was im Menschen war.