Psalmen 17

1618

David, ein Mann des Gebets – ein Bild auf Christus (Psalmen 17-18)

1Ein Gebet Davids. O HERR, höre die gerechte Sachea, achte auf mein Schreien, vernimm mein Gebet von Lippen, die nicht trügen. 2Von deinem Angesicht gehe mein Recht aus; deine Augen mögen Aufrichtigkeit sehen. 3Du hast mein Herz geprüft und hast mich heimgesucht bei Nacht; du hast mich geläutert und findest nichts. Ich habe mir vorgenommen, dass mein Mund sich nicht vergeht. 4Im Treiben der Menschen bewahre ich mich vor gewaltsamen Wegen durch das Wort deiner Lippen. 5Meine Schritte hielten sich in deinen Spuren, dass meine Tritte nicht gleiten. 6Ich rufe zu dir, denn du, Gott, wirst mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede! 7Beweise deine wunderbare Güte, der du durch deine rechte Hand die rettest, die sich bei dir vor den Widersachern bergen. 8Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel 9vor den Gottlosen, die mir Gewalt antun, vor meinen Todfeinden, die mir von allen Seiten nach dem Leben trachten. 10Ihr Herz haben sie verschlossenb, mit ihrem Mund reden sie stolz. 11Wo wir auch gehen, da umgeben sie uns; ihre Augen richten sie darauf, dass sie uns zu Boden stürzen, 12gleichwie ein Löwe, der nach Raub lechzt, wie ein junger Löwe, der im Versteck sitzt. 13O HERR, mache dich auf, tritt ihm entgegen und wirf ihn nieder! Errette mein Leben vor dem Gottlosen mit deinem Schwert, 14vor den Menschen, o HERR, mit deiner Hand, vor den Menschen dieser Welt, deren Anteil allein dieses Leben ist, denen du den Bauch füllst mit deinen Gütern, deren Söhne auch noch satt werden und ihren Kindern ein Übriges hinterlassen. 15Ich aber will dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bild.

Fußnoten

  • a17,1o. die Gerechtigkeit
  • b17,10o. Ihr Fett verschließt sie