Artikel · 25. Februar 2025

Die sie­ben Ge­mein­den sind sie­ben gol­de­ne Leuch­ter

Die sieben Gemeinden sind sieben goldene Leuchter

In Offenbarung 2-3 redet Christus zu den sieben Gemeinden. Der Begriff „Gemeinde“ stammt vom griechischen Wort ekklesia und bedeutet „die Herausgerufenen“ oder einfach „Versammlung“. Diese Bezeichnung sagt jedoch nichts über den geistlichen Zustand der Gemeinde aus, sondern zeigt lediglich, dass es sich um eine Versammlung von Gläubigen handelt.  

Von den sieben Gemeinden, zu denen Christus spricht, befindet sich der Großteil in einem schlechten Zustand. Lediglich Philadelphia ist die Gemeinde, die Christus wirklich entspricht – hier wird die Bruderliebe vollendet.  

Christus stellt den Zustand der Gemeinden bloß und ruft dazu auf, diesen gefallenen Zustand zu überwinden und Anteil an seinen Verheißungen zu haben.  

Die sieben goldenen Leuchter

Das sagt der, der mitten unter den sieben goldenen Leuchtern wandelt (Offenbarung 2,1)

Christus stellt sich als Hohepriester vor, der nicht nur unter den Gemeinden, sondern unter den goldenen Leuchtern wandelt. Das zeigt, dass die Gemeinden heute nicht nur eine einfache Versammlung von Gläubigen sein sollen, sondern vielmehr ein goldener Leuchter – ein Zeugnis für den lebendigen Gott. Schon zur Zeit des Alten Bundes sagte Gott zu Mose: 

Gebiete den Kindern Israels, dass sie reines Öl aus zerstoßenen Oliven zu dir bringen für den Leuchter, um beständig Licht zu unterhalten (3. Mose 24,2)

Im Bild der Stiftshütte sehen wir, dass der goldene Leuchter im Heiligtum steht. Nur die Priester haben Zutritt zu diesem Bereich. Sie dienen dem lebendigen Gott und dürfen Ihm nahekommen. Damit die Lampen des Leuchters beständig brennen, muss täglich frisches Öl nachgegossen werden.  

 Die Gemeinden sind somit eine Priesterschaft. Christus ist der Hohepriester und die Gläubigen übernehmen die priesterlichen Dienste. Die Priester sind berufen, rein und heilig zu sein, die Priesterkleider zu tragen und dem Vater geistliche Opfer darzubringen.  

Täglich mit dem heiligen Geist gefüllt werden 

Um das Öl für den Leuchter zu gewinnen, müssen wir täglich mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Nur so kann der Leuchter beständig leuchten. Es reicht nicht aus, den Heiligen Geist nur gelegentlich zu erfahren. Der Leuchter soll ununterbrochen brennen, weshalb es notwendig ist, sich jeden Tag aufs Neue vom Geist Gottes erfüllen zu lassen.  

Heute leben wir im Zeitalter der Wirklichkeit. Gott baut mit uns sein geistliches Haus, und wir dienen Ihm als eine heilige Priesterschaft (vgl. 1.Petr. 2:5). Nur so kann der Leuchter hell scheinen und Gott unter den Menschen verherrlicht werden.  

Was für eine wunderbare Gnade ist es, heute dem lebendigen Gott als eine wahre Priesterschaft in seinem Haus zu dienen! Mögen wir darin immer mehr zunehmen, damit Gott ein wahres Zeugnis auf dieser Erde bekommt. 


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