Schaubrote · Woche vom 13. Oktober

Das Pfingstfest – Der Heilige Geist erinnert und bringt Gottes Wort in uns zur Wirklichkeit

Das Pfingstfest – Der Heilige Geist erinnert und bringt Gottes Wort in uns zur Wirklichkeit

Im Neuen Bund hat der Herr den Heiligen Geist in uns hineingegeben, damit wir ihn alle persönlich kennen und erfahren können. Was im Alten Bund nicht möglich war, ist durch Pfingsten Wirklichkeit geworden: Während der Herr am Sinai sein Gesetz auf steinerne Tafeln schrieb, möchte er es heute in unsere Herzen schreiben (Jer. 31:33). Wir müssen dem Heiligen Geist ganz vertrauen, dass er alles, was der Herr gesagt hat, in uns zur Wirklichkeit bringt.

„Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Joh. 14:26)

Viele Funktionen des Heiligen Geistes liegen bei uns noch brach. Wir nehmen sie zu wenig in Anspruch und fragen den Herrn zu wenig danach. Dabei wohnt der beste Lehrer in uns: der Herr selbst! Wenn wir den Priesterdienst oder das Brandopfer nicht verstehen, ist das eine Gelegenheit, die innere Salbung zu erfahren, damit sie uns die geistliche Wirklichkeit zeigt (1.Joh. 2:27). Was ist unsere erste Adresse? Fragen wir überhaupt den Herrn? Oder suchen wir Antworten in Bibelkommentaren oder dem Internet?

Der Tröster ist nicht bloß ein Vertrösten über die Abwesenheit Jesu. Durch ihn ist der Herr genauso real bei uns, als wäre er noch auf der Erde, denn er bleibt für immer bei uns und ist in uns (Joh. 14:16-18). Er begleitet und ermahnt uns den ganzen Tag, damit wir nicht in der Welt versinken. Wenn wir nach rechts oder links abweichen wollen, hören wir sein Wort: „Dies ist der Weg, den geht!“ (Jes. 30:21).

Damit der Geist uns erinnern kann, muss das Wort Christi reichlich in uns wohnen (Kol. 3:16). Wir müssen unseren Sinn mit dem Wort füllen, damit der Geist etwas hat, woran er uns erinnern kann. Sonst bleibt sein Sprechen oft allgemein, wie das Gewissen. Wohnt aber das Wort in uns, wird sein Sprechen ganz konkret: Wie soll ich jetzt reagieren? Was soll ich sagen? Wie soll ich beten?

Bitten wir den Herrn oft, uns an sein Wort zu erinnern! Er ist treu und bringt es wieder in uns hervor. Dieses Erinnern hält uns wach (2.Petr. 1:13) und will wirklich etwas in uns hervorbringen. Sein Sprechen soll nicht leer zurückkehren (Jes. 55:11). Wenn der Herr uns an sein Wort erinnert, ist das oft gerade die Gelegenheit, ein Opfer zu gewinnen oder ein Fest des Herrn zu feiern!

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