Schaubrote · Woche vom 22. September
Die Hauptsache: Christus, der Hohepriester, baut das Haus
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Die Hauptsache aber bei dem, wovon wir reden, ist: Wir haben einen solchen Hohepriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln gesetzt hat, als ein Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr aufgerichtet hat und kein Mensch.
— Hebr. 8:1–2
Wir haben einen solchen Hohenpriester – auch wenn es manchmal scheint, als hätten wir gar nichts. Deshalb dürfen wir nicht auf unsere Situation schauen. Gerade dort, wo wir nichts mehr tun können, wo alles ausweglos erscheint, müssen wir diese Erfahrung haben: Wir haben einen Hohenpriester. Er sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln. Der Herr hat alles unter Kontrolle und baut selbst sein Haus.
Manchmal denken wir, wir seien fähig und könnten viel für Gott tun. Doch es ist unmöglich, dass Menschen das Haus Gottes bauen. „Christus aber, der erschienen ist als Hohepriester … ist durch das größere und vollkommenere Zelt – das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist“ (Hebr. 9:11). Was Menschen mit ihren Händen bauen, ist irdisch und vergänglich. Wir können zwar ein gutes irdisches Zelt bauen und viele Werke tun. Selbst wenn wir viel aufbauen können, können wir doch nicht das aufbauen, was der Herr haben will. Sein Haus ist nicht Menschenwerk. Nur der Herr kann das bauen, was wirklich von ihm ist. Gott geht es deshalb nicht zuerst darum, welche Werke wir tun, sondern darum, dass wir sein Wesen bekommen.
Auch in Matthäus 16 zeigt das sehr klar. Der Herr fragt zuerst: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Und als Petrus erkannt hat, dass Jesus der Christus ist, sagt der Herr: „Auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen.“ Nicht: Du sollst deine Gemeinde bauen. Nicht: Ich baue deine Gemeinde. Nicht: Du baust meine Gemeinde. Sondern: Ich werde meine Gemeinde bauen.
Und dieser Hohepriester ist nicht einfach ein Herrscher, der sich nach vollbrachtem Werk auf den Thron gesetzt hat und nun nur noch von oben herab regiert. Sein ganzes Leben auf der Erde war im Gehorsam und Dienst für den Vater. Und selbst nachdem er sich zur Rechten des Thrones gesetzt hat, ist er noch immer „ein Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes“. Sein Wesen hat sich nicht verändert: Er dient und baut sein Haus.
Darum sollen wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf den Apostel und Hohenpriester Jesus richten. Wir haben einen solchen Hohenpriester. Er sitzt auf dem Thron. Er baut sein Haus. Nicht wir bauen sein Haus – der Herr baut sein Haus. Das muss in unserem Denken zur Hauptsache werden.
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