Schaubrote · Woche vom 18. August
Das tägliche Training durch unseren Hohepriester
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... die feste Speise aber ist für Gereifte, deren Sinne durch intensive Übung gewöhnt sind, Gutes und Böses zu unterscheiden.
— Hebräer 5:14
Unser tägliches Leben ist unser Training
Alle Geschwister müssen gestärkt sein und den Herrn reichlich erfahren im Alltag – selbst zuhause. Der Herr hat jede Situation so arrangiert, dass wir lernen, ihn zu gewinnen. Nur weil wir viel arbeiten müssen, bedeutet das nicht, dass wir weniger den Herrn erfahren können. Das Äußerliche ist kein Hindernis für die Erfahrung.
Oft sagen wir: „Wären meine Umstände wie die von dem oder dem, dann könnte ich besser überwinden.“ Aber der Herr sagte: „Folge du mir nach!“ (Joh. 21:22). Wenn wir uns mit anderen vergleichen, schauen wir nicht mehr auf den Hohepriester.
Wir werden nicht nur in der Versammlung trainiert. Das Training ist vierundzwanzig Stunden am Tag – sowohl in schwierigen Situationen als auch in alltäglichen Dingen: die Übung, allezeit mit ihm in Gemeinschaft zu bleiben und auf ihn zu hören. Der Herr setzte seine Jünger nicht in die Synagoge und lehrte sie, sondern er nahm sie mit auf den Weg – ganz anders als heute. Heute geht man zur Bibelschule, aber man macht keine Erfahrung mit Christus als dem Opfer.
Der Segen kommt nicht nur davon, in viele Konferenzen zu gehen, sondern wenn wir das gehörte Wort im täglichen Leben umsetzen.
Christus ist unser Vorbild
Der Herr lernte im alltäglichen Leben, Hohepriester zu werden. Er musste nicht in Vorlesungen gehen. Nachdem der Herr mit zwölf im Tempel war, lernte er, seinen Eltern untertan zu sein (Lk. 2:51). Insbesondere die letzten dreieinhalb Jahre seines Lebens waren ein Training. Er lernte nicht erst Gehorsam beim Tod am Kreuz (Hebr. 5:8).
Es wird auch nicht einfacher zu überwinden – die Erfahrungen nehmen zu. Wie bei Abraham kam am Ende die Abschlussprüfung, als er Isaak opfern sollte (vgl. 1.Mo. 22).
Wir lernen heute zu herrschen
Wir wollen als Könige im tausendjährigen Reich herrschen. Dann müssen wir heute lernen zu herrschen – über den alten Menschen, die Sünde, die weltlichen Lüste und die Schwachheit. In der Konferenz werden wir ermutigt, doch dann kommt die intensive Übung (Hebr. 5:14). Für intensive Übung muss man viel essen – wie bei der Tour de France: Außerhalb der Rennzeiten tun sie nicht viel anderes als essen.
Wie oft müssen wir Lust und Sünde abweisen? Diese kommen meist nicht in der Versammlung, sondern im Alltag. Wenn wir nicht über die Sünde herrschen können, wie wollen wir im kommenden Reich herrschen?
Jesus, der Hohepriester führt uns zur Vollendung
Der Hebräerbrief betont die Vollendung. Und die Vollendung kommt durch den Dienst unseres Hohepriesters. Dass wir noch Zeit haben und der Herr noch nicht zurückkam, zeigt, dass wir noch viel vom Hohepriester lernen müssen. Der Herr zeigt uns immer genauer, was wir überwinden sollen.
Nur das Wort zu kennen ist ein Betrug – der Herr möge uns die Augen in der Situation öffnen, wie wir sein Wort anwenden können. Solange er noch nicht da ist, möchte er uns weiter vollenden.
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