Schaubrote · Woche vom 15. September

Die Größe Melchisedeks

Die Größe Melchisedeks

"dieser aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt, das unveränderliche Priestertum."

Hebr. 7:24

Hebr. 7 betont die Größe Melchisedeks. Die Größe Melchisedeks zeigt sich darin, dass er Abraham mit Brot und Wein dient. Der Größte soll aller Diener sein. Sein Priesterdienst ist nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebotes, „sondern nach der Kraft des unzerstörbaren Lebens“ (Hebr. 7:16).

Das levitische Priestertum konnte es nicht zur Vollendung bringen – nicht weil es schlecht war, sondern weil es an ein zeitliches, fleischliches Gebot gebunden war. Das Problem dieses irdischen Priestertums ist, dass es davon abhängt, wer im Amt ist. Ist der Priester gut, geht es voran; ist er schlecht, geht es stark bergab. So geht es immer wieder auf und ab, beispielsweise wie zu der Zeit des Priesters Eli und seiner Söhne.

„Wenn nun die Vollendung durch das levitische Priestertum möglich gewesen wäre … warum war es dann noch nötig, einen anderen Priester nach der Weise Melchisedeks aufzustellen?“ (Hebr. 7:11)

Abraham, Isaak, Jakob und seine zwölf Söhne kamen vor Levi. Doch schon zu Abrahams Zeit war Melchisedek da. Obwohl es das levitische Priestertum noch nicht gab, war in Gottes Herzen längst ein Priestertum, das das ganze Werk zur Vollendung bringen kann. Das, was kommen soll, war vorher schon da.

Abraham gab Melchisedek den Zehnten. Normalerweise empfangen die Leviten den Zehnten von den Menschen. Hier aber gibt Abraham den Zehnten an Melchisedek. Das zeigt, wie viel größer und hervorragender dieses Priestertum ist als alles Menschliche.

Auch in der Gemeinde gilt: Wenn die Gemeinde abhängig ist von Menschen, die sterblich sind, kann sie nicht zur Vollendung gebracht werden. Kein Mensch in der Gemeinde, egal wie begabt oder wie gut sein Dienst auch sein mag, kann die Gemeinde zur Vollendung bringen. Menschlicher Dienst bringt uns nicht vorwärts.

Das Zelt ist nicht von Menschenhänden gebaut. Der Herr selbst sagte: „Ich will meine Gemeinde bauen.“ Die Wirklichkeit kommt durch den Herrn.

Darum brauchen wir das unveränderliche Priestertum Melchisedeks. „Dieser aber, weil er in Ewigkeit bleibt, hat ein unveränderliches Priestertum“ (Hebr. 7:24). Nur er „kann auch aufs Völligste erretten“ (Hebr. 7:25)!

Von Anfang an wollte Gott dieses Priestertum haben – eines, das nicht vergeht. Wenn wir an Melchisedek hängen, an den Herrn und an sein unzerstörbares Leben, werden wir zur Vollendung geführt.

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