Schaubrote · Woche vom 25. August

Umso mehr auf das Gehörte achten, damit wir nicht daran vorbeitreiben

Umso mehr auf das Gehörte achten, damit wir nicht daran vorbeitreiben

Darum sollen wir desto mehr auf das Gehörte achten, damit wir nicht (daran) vorbeitreiben.

Hebräer 2:1

Abraham und Melchisedek – ein Bild auf die Festversammlung

Warum feiern wir in der Festversammlung erst die Feste, dann nehmen wir den Tisch des Herrn, und bringen dann die geistlichen Opfer dar? Ein Bild davon sehen wir in 1.Mose 14 bei Abraham und Melchisedek.

Als Erstes musste Abraham gegen die Könige kämpfen, und Gott, der Allerhöchste, gab ihm die Feinde in seine Hand (1.Mo. 14:20). Auch die sieben Feste, die der Herr uns gegeben hat, zeigen, wie der Herr uns über unsere Feinde triumphieren lassen möchte. Das Passahfest gibt uns den Sieg über die Knechtschaft dieser Welt, das Fest der ungesäuerten Brote über unseren alten verdorbenen Menschen, im Erstlingsfest bekommen wir den Sieg über den Tod, ... Doch wie bei Abraham kam der Sieg nicht automatisch. Er musste selber ausziehen. So braucht es auch unsere Mitarbeit, um den Sieg des Herrn durch die Feste zu erfahren. Der Herr hat den Sieg bereits errungen, aber er wird für uns erst wirksam, wenn wir mitarbeiten. Ohne Mitarbeit werden wir den Sieg nicht erfahren. Beispiel: Am Versöhnungstag mussten die Israeliten ihre Seele demütigen und zu Gott vorwärtskommen; beim Laubhüttenfest mit der Freude am Herrn aus der Welt ausziehen; beim Pfingstfest warten wir auf den Herrn und kämpfen im Gebet mit ihm auf dem Thron.

Nach der gewonnenen Schlacht brachte Melchisedek Brot und Wein – so wie der Herr Jesus uns seinen Leib und sein Blut bei jedem Tisch des Herrn darreicht.

Daraufhin gab Abraham dem Melchisedek den Zehnten der ganzen Beute. Es war kein Gesetz, dass Abraham den Zehnten geben musste, sondern er gab ihn freiwillig. So sollen auch unsere geistlichen Opfergaben nicht aus Zwang oder Pflicht dargebracht werden, sondern aus freiem Herzen.

Unsere Mitarbeit

Der Herr kann aufs Völligste retten aber nur die zu Gott vorwärts kommen. Es gibt diese Voraussetzung.

Als der Herr sie aus Ägypten führe, war er ihr Herzog der Errettung. Doch sie verlangten nach dem alten, den Melonen Ägyptens. Nicht abhängig sein vom Alten. Es braucht einen Drängen in uns, voranzugehen. Selbst wenn etwas harmlos erscheint. Dann braucht es Bitten und Flehen und starkes Geschrei. Sonst bleiben wir bei vielen alten Dingen hängen.

Die Erfahrung der Opfer

1.Mose 22 zeigt sehr klar was das Brandopfer bedeutet. Es gab noch kein Gesetz für das Brandopfer, und dennoch brachte Abraham im Gehorsam ein Brandopfer dar:

„Und er sprach: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Morija und bringe ihn dort zum Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir nennen werde!“ (1.Mo. 22:2)

Wir müssen die Opfer nicht nur verstandesmäßig kennen, sondern ihre Wirklichkeit erfahren. Hebräerbrief möchte uns in die Erfahrung der Opfer hineinbringen. Deshalb sagt Hebräer 13:10:

„Wir haben einen Altar, von dem zu essen die kein Recht haben, die dem Zelt dienen.“

Das heißt, der Altar soll so zentral für uns sein und wir sollen von den Opfern des Altars essen. Daraufhin spricht er von der Erfahrung des Sündopfers:

„Denn die Leiber der Tiere, deren Blut durch den Hohepriester ins Allerheiligste getragen wird für die Sünde, werden außerhalb des Lagers verbrannt. ... So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen.“ (Heb. 13:11, 13)

Das Wort vom Anfang

„Darum wollen wir vom Wort des Anfangs über den Christus wegkommen und uns zur Reife bringen lassen; wir wollen nicht (immer) wieder das Fundament legen der Buße von toten Werken und des Glaubens an Gott,“ (Heb. 6:1)

Wir wollen vom Wort des Anfangs über den Christus wegkommen und uns zur Reife bringen lassen.

Das bedeutet nicht, dass wir das Wort des Anfangs wegwerfen. Buße ist immer noch wichtig. Die Wirklichkeit der Taufe brauchen wir täglich. Die Grundlagen müssen eine normale Übung für uns alle sein. Wenn wir die Grundlagen lassen, bricht alles zusammen. Aber wir dürfen nicht dort stehen bleiben. Wir müssen auf dem Fundament aufbauen. Es braucht in uns den Wunsch, voranzugehen und zu wachsen.

Das Ende ist nahe – umso mehr auf das Gehörte achten

Das Zeitalter geht dem Ende zu. Alles wird vergehen. Ende der Demokratie ist klar sichtbar. Aber das Wort Gottes bleibt und die Wirklichkeit die wir davon gewonnen haben.

„Darum sollen wir desto mehr auf das Gehörte achten, damit wir nicht (daran) vorbeitreiben.“ (Heb. 2:1)

Wir brauchen die Substanz des Wortes. Wir hören viel Wort, doch gerade deshalb müssen wir umso mehr darauf achten. Alles wird vergehen, aber er bleibt:

„Sie werden vergehen, du aber bleibst; und sie werden alle veralten wie ein Gewand,“ (Heb. 1:11)

Daher müssen wir ihn gewinnen, weil nur er bleibt. Wir halten an dem fest, was er zu uns gesprochen hat.

Man kann heutzutage von morgens bis abends mit vergänglichen Dingen beschäftigt sein. Dadurch werden unsere Herzen sind sehr schnell fett und hart. Dann kann Gottes Wort keine Frucht bringen. Laodicea hatte alles und war schon völlig gesättigt.

Nicht ablenken lassen

Der Teufel versucht, uns mit allem abzulenken. Es braucht unseren vollen Fokus. Sonst treiben wir völlig am Ziel vorbei. Der Kampf geht um unsere Ausrichtung: dass wir ihm immer weiter nachjagen.

Es ist ein Strudel von Dingen, die uns mitreißen wollen. Der Teufel versucht, irgendetwas von seinem Zeug in uns hineinzubekommen.

„Sie gehen daher wie ein Schatten und nur um eine Nichtigkeit wird so viel Lärm gemacht; sie sammeln (Reichtum) und wissen nicht, wer es einbringen wird.“ (Ps. 39:7)

Wir dürfen uns nicht von diesem Lärm ablenken lassen. Vielmehr wollen wir das Sprechen Gottes im Sohn hören. Wenn wir das nicht tun, können wir zwar im Gemeindeleben sein, aber Jahr für Jahr dieselben bleiben. Man kann sich wieder in die Dinge verwickeln, denen man einst entflohen ist:

„Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder in dieselben verwickelt und überwältigt werden, dann ist für sie der letzte Zustand schlimmer geworden als der erste.“ (2.Pe. 2:20)

Die Abfolge ist ernst: befleckt, verwickelt, überwältigt. Deshalb brauchen wir die Wirklichkeit des Laubhüttenfestes. Wir wollen nicht wieder in die alten Dinge zurückgezogen und von ihnen überwältigt werden, sondern vorangehen, wachsen, ihn gewinnen und auf das Gehörte achten.

Weiterführende Stellen

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Umso mehr auf das Gehörte achten, damit wir nicht daran vorbeitreiben · Himmlisches Jerusalem